Hessens Ministerpräsident will keine Ladenschlusszeiten
Koch will WM ohne Ladenschlusszeiten

Durch eine Initiative im Bundesrat will Hessen Ministerpräsident Koch erreichen, dass zur Fußball-WM Ladenschlusszeiten aufgehoben werden - zumindest in den betroffenen Städten.

HB BERLIN. Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 will der hessische Ministerpräsident Roland Koch dafür sorgen, dass in allen WM-Städten und deren Regionen die Ladenschlusszeiten komplett gestrichen werden. Einen entsprechenden Vorstoß im Bundesrat kündigte der CDU-Politiker in der «Leipziger Volkszeitung» an.

«Ich wünsche mir, dass die Millionen Gäste aus aller Welt, die nächstes Jahr zu uns kommen, weder in Frankfurt noch in Leipzig oder München, weder samstags noch sonntags vor verschlossenen Türen stehen, sondern ein pulsierendes Deutschland erleben, das so gastfreundlich wie nur möglich ist.» Die Bundesländer, in denen im kommenden Jahr WM-Spiele stattfinden - Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen und Hamburg - haben sich bereits offen für verlängerte Geschäftszeiten gezeigt.

Koch sagte nun, mit gesetzlichen Maßnahmen müsse die Bundesregierung den Weg für eine Aussetzung des Ladenschlussgesetzes frei machen, «und zwar sehr zügig», damit der Einzelhandel sich darauf einstellen könne. Denkbar sei auch, den Ländern die entsprechende Entscheidung zu überlassen. Koch verwies auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Juni 2004, wonach die Ladenöffnungszeiten in die Regelungshoheit der Länder gehören.

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