Hilfseinsatz beschlossen
Bundeswehr-Soldaten für ein Jahr in Mali

Exakt ein Jahr lang gelten die Mandate für den deutschen Bundeswehreinsatz in Mali. Künftig werden deutsche Soldaten die malische Armee bei ihrer Ausbildung unterstützen und ihnen bei der Truppenlogistik helfen.
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BerlinDie Bundeswehr wird sich an der Ausbildung der Armee in Mali beteiligen und mit Transportflugzeugen der Luftwaffe den Kampf gegen Islamisten in dem afrikanischen Land unterstützen. Der Bundestag gab am Donnerstag grünes Licht für zwei separate Mandate, die bis zum 28. Februar 2014 begrenzt sind. Eines ermöglicht die Ausbildungshilfe für die malische Armee im Rahmen eines EU-Einsatzes und umfasst den Einsatz von höchstens 180 Soldaten. Das andere sieht eine Transporthilfe für afrikanische Truppen und eine Luftbetankung französischer Flugzeuge vor. Die Obergrenze liegt hier bei 150 Soldaten.

In New York kündigte der französische UN-Botschafter Gerard Araud an, der Sicherheitsrat werde UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bitten, bis Ende März die Einrichtung einer Truppe zur Wahrung des Friedens in dem Land auszuloten. Frankreich hatte vergangenen Monat eine militärische Offensive gegen die Islamisten gestartet, die zwei Drittel des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Zwar sind die Milizen aus den Ballungszentren vertrieben worden, aber Frankreich warnte, die unwegsamen Wüsten im Norden des Landes könnten ein Rückzugsgebiet für die Kämpfer werden. Frankreich will damit beginnen, seine rund 4000 Soldaten aus Mali abzuziehen. Die militärische Verantwortung soll an die multi-afrikanische Truppe AFISMA übergehen, die mit Unterstützung der UN in Mali im Einsatz ist.

Die Bundeswehr will 40 Militärausbilder und 40 Sanitätssoldaten als Teil der EU-Ausbildungshilfe für die malische Armee nach Mali schicken. Im Mandat ist außerdem ein Puffer eingebaut, um in der wenig entwickelten Region die eigenen Truppen bei Bedarf unterstützen zu können. Ein Kampfeinsatz ist nicht vorgesehen. Die Europäische Union hatte den Ausbildungseinsatz beschlossen, der insgesamt 480 Soldaten umfassen soll.

Zum Transport afrikanischer Truppen aus der Region und innerhalb Malis stellt die Bundeswehr wie bisher drei Transall-Flugzeuge bereit. Zusätzlich soll ein Airbus vorgehalten werden, um französische Flugzeuge in der Luft zu betanken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • In kleinen Schritten wird die Bevölkerung darauf vorbereitet
    weltweit an Kriegen teilzunehmen. Dank ROT/GRÜN die die Büchse der Pandora aufgemacht haben, weil unter ihnen wohl viele heimliche Militaristen sind. Aich die Mitschuld an den
    Angriff auf die Twintower durch grenzenlose Dummheit von R/G in Hamburg, führte durch Druck der USA zum Kriegsspielen.
    Das unser Verteidigungsninister bei Maischberger die Mitschuld an den Angriff auf die Twintower zugegebe hat,
    ist seine größte Leistung. Die ROT/GRÜNEN aber verschweigen bis
    heute ihre Mitschuld und sehen pfeifend nach oben.

  • Es geht nicht um den Kampf gegen Islamisten, es geht um die Rohstoffe des Landes!!!

    Das kann sich jeder bei Wikipedia unter Mali und Bergbau durchlesen. Da werden Dörfer für neue Minen abgerissen. Da soll Uran mit Chemikalien aus der Erde geschwemmt werden, was die Umwelt auf Jahre hinaus verseucht. So sehen die waren Interessen Europas in Mali aus! So sehen in die Interessen in ganz Afrika aus!

    Und haben wir Europäer dann die Lebensgrundlage der Leute vernichtet, lassen wir Europäer sie als Flüchtlinge im Mittelmeer absaufen!

  • Schauen Sie doch etwas besser, um wen es da geht und was davon zu halten sei, bevor Sie sich damit blamieren, diesen Herr zur Referenz machen zu wollen.

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