Hilfspaket
FDP-Chef zeigt Griechen Grenzen auf

Vor dem Treffen von Angela Merkel mit dem griechischen Ministerpräsidenten lehnt Wirtschaftsminister Rösler ein weiteres Hilfspaket strikt ab. Unionsvize Meister hält ein Vorziehen von Zahlungen an Athen für denkbar.
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KielBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält weitere finanzielle Hilfen für Griechenland über das bisher zugesagte Maß hinaus für unrealistisch. „Ich kann mir heute kein drittes Hilfspaket vorstellen“, sagte Rösler am Montag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur dpa nach einer Veranstaltung im Institut für Weltwirtschaft (IfW).

Auf die Frage, welche Ergebnisse oder Zusagen das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Freitag mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras bringen müsse, sagte Rösler: „Ich glaube, da geht es vor allem um Vorgespräche. Entscheidend für uns und für den weiteren Weg auf europäischer Ebene ist der Bericht der Troika-Kommission. Dann wird man sehen: Welche Reformen sind umgesetzt?“ Zunächst müsse das Land das Vereinbarte konsequent umsetzen. Die Lesart der Bundesregierung sei klar und eindeutig, „nämlich dass wir auf die Einhaltung der Regeln Wert legen“.

Rösler fügte hinzu: „Vertragstreue, Haftung und Eigenverantwortung dürfen nicht zu bloßen Worthülsen verkommen.“ Wer in Europa Risiken eingehe, müsse auch dafür haften. Im Fall Griechenland hatten Koalitionspolitiker zuletzt wiederholt gefordert, das Land solle bei einem Verstoß gegen die Sparauflagen den Euroraum verlassen.

Zur Diskussion über die Frage, ob die EZB Staatsanleihen von Euro-Ländern kaufen sollte, falls bestimmte Zinssätze an den Finanzmärkten überschritten werden, sagte Rösler der dpa: „Ich habe immer gesagt - und das hat übrigens die EZB selber gesagt - prioritär sind jetzt wirtschaftliche Reformen in den einzelnen Mitgliedsstaaten, um die jeweiligen Zinssätze zu senken. Das ist der beste Weg. Das hat EZB-Präsident Mario Draghi vor ein paar Tagen gesagt, und da nehmen wir ihn auch nach wie vor beim Wort.“

Kommentare zu " Hilfspaket: FDP-Chef zeigt Griechen Grenzen auf"

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  • Na hoffentlich liefert Rösler mal selber Brauchbares!!!

    "Rösler fügte hinzu: „Vertragstreue, Haftung und Eigenverantwortung dürfen nicht zu bloßen Worthülsen verkommen.“ "

    Was hat denn Rösler als Wirtschaftsminister für Eigenverantwortung gezeigt???

    Nichts !!!!!!!!!!

    Stattdessen fliegt er nach Griechenland, um dort seine Inkompetenz zu demonstrieren! Stattdessen hält er Reden über die Griechen!

    Rösler, ein Sozialschmarotzer! Schaut euch seinen Lebenslauf an! Studium bei der Bundeswehr auf Kosten aller Steuerzahler, dann in den Landtag und später als Minister, mit Diäten auf Kosten aller Steuerzahler!!!

    Es wird Zeit, dass wir der FDP die Grenzen aufzeigen!!!

    Mit ihrer Hetze schädigt sie das Ansehen Deutschlands, nur um ein paar Zehntel Prozente rechter Wählerstimmen abzufischen!!!

    Griechenland zahlte diese Woche 3,1 Milliarden Euro als ausstehende Anleihe an die EZB zurück. Die EZB wiederum hat diese Anleihe über den Zweitmarkt zu wesentlich günstigeren Konditionen erworben.

    Deutschland hat bisher knapp 50 Milliarden an Zinsen gespart, ganz zu schweigen von den Vorteilen des billligen Euros für unsere Exportwirtschaft.

    Last but not least haben deutsche Firmen jahrelang die Korruption in Griechenland gefördert!!!

    Es wurde bestochen was das Zeug hält, um deutsche Produkte zu völlig überhöhten Preisen an den Griechen zu bringen!

    Allein Siemens hat sich einen Vergleich 270 Millionen Euro kosten lassen.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/schmiergeldaffaere-siemens-und-griechenland-einigen-sich/6305534.html

  • Sehr gut, und das können Sie noch toppen, lesen Sie mal dies auf dem folgenden Link -http://www.infowarsshop.com/Dead-Wrong_p_677.html- dann wissen Sie warum das alles nur Getue unserer und auch amerikanischer Politiker ist und bleibt. Die Fäden ziehen längst ganz andere, die in Hinterzimmer kungeln und andere Irrlichter an der Börse hofieren. Gaukler und Räuber.

  • Der will die Griechen doch nur raushaben weil er und seine "Freunde" selbst genug Kreditausfallversicherungen gekauft haben, die erst richtig viel Geld bringen, wenn Greichenland offiziell pleite ist. Aber der Gewinn weniger wird für uns alle eine Katastrophe werden egal für wie "überschaubar" man die Folgen hält. Tatsache ist doch, dass Griechenland nur 3 % des europäischen Waren und Güterverkehrs ausmacht, also lächerlich wenig. Wenn die EZB und die EU nicht einmal in der Lage ist einen solchen Zwerg vor dem Zugriff der Spekulanten zu schützen, wer soll denn ernsthaft noch daran glauben, dass man Spanien oder gar Italien schützen kann? die Glaubwürdigkeit der Europolitik wäre bei jedem Geldanleger mit mehr als vier Gehirnwindungen zerstört und die Folgen unkalkulierbar. Aber das scheint die meisten Politiker, die sich mit diesem Thema profilieren wollen nicht zu interessieren. Statt dessen schühren sie Vorurteile und setzen sich medienwirksam mit populistischen griechenlandfeindlichen Kommentaren in Szene. Den deutschen Michel kann man halt immer noch leicht aufhetzen. Ich hoffe nur, dass es mittlerweile mehr kluge als dumme Michels in unserer Republik gibt, die auf diese Rattenfänger nicht hereinfallen.

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