Hillary Clinton
Die Welt schaut auf Deutschland

Heute tummeln sich zum 20. Jahrestag des Mauerfalls zahlreiche illustre Politiker in Berlin. Hillary Clinton ist jetzt schon da. Die amerikanische Außenministerin betont Bedeutung der Freiheit und möchte die transatlantische Partnerschaft neu beleben.
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BERLIN. Das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls beschert Berlin eine ungewöhnliche Ansammlung internationaler Staat- und Regierungschefs: Zu den Feierlichkeiten werden am Montag etwa der russische Präsident Dmitrij Medwedjew und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Berlin eintreffen. Bereits am Sonntag würdigte die amerikanische Außenminister Hillary Clinton den Mauerfall.

Sie forderte, die transatlantische Partnerschaft neu zu begründen. Europa und die USA müssten künftig bei der Lösung der Probleme in der Welt noch enger zusammen arbeiten als in Zeiten des Kalten Krieges. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach davon, dass der 9. November 1989 der "glücklichste Tag in der jüngeren deutschen Geschichte" gewesen sein. Sie lobte dabei vor allem das damalige Engagement der Bürgerrechtler und Kirchen in der DDR.

Am Sonntagabend verlieh der transatlantische Thinktank "Atlantic Council" sogenannte "Freiheitspreise". Diese wurden etwa an die Bürger Berlins, Polens, Tschechiens, der Slowakei, die Nato-Truppen und das amerikanische Volk vergeben. Mit der symbolischen Verleihung wollte der Atlantic Council die Rolle der Bevölkerungen bei der friedlichen Revolution gegen die kommunistischen Regierungen hervorheben. Clinton nahm dabei den Preis für die Amerikaner entgegen, Außenminister Guido Westerwelle für die Deutschen.

Heute werden in Berlin allerdings nicht nur Dutzende ausländischer Staatsgäste erwartet. Rund 3 000 Journalisten aus aller Welt wollen über die Feierlichkeiten am früheren Mauerverlauf berichten. Berlin ist übrigens nicht der einzige Ort, an dem an den Mauerfall vor 20 Jahren erinnert wird, der auch zum weltweiten Symbol für das Ende des Kalten Krieges wurde. In Frankreich wird am Montag der Mauerfall auf dem Place de la Concorde gefeiert. In etlichen Ländern werden zudem symbolisch Mauern aufgebaut, die dann im Rahmen von Feierlichkeiten wieder eingerissen werden. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin - der früher KGB-Offizier in der DDR gewesen war - sagte, die deutsch-russischen Beziehungen hätten sich seit der Einheit verbessert.

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