"Hinter dem Kopftuch steckt eine Botschaft"
Schavan bekräftigt Nein zum Kopftuch im Unterricht

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat ihre ablehnende Haltung zum Kopftuchtragen muslimischer Lehrerinnen bekräftigt. In einem Interview des „Spiegels“ machte die CDU-Politikerin deutlich, dass daran auch ihre juristische Niederlage vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht nichts ändert.

HB HAMBURG. Schavan kritisierte das Urteil vom Freitag, mit dem das Gericht einer Lehrerin erlaubte, wie seit 1995 auch weiterhin ihr Kopftuch im Unterricht zu tragen. Das Gericht berief sich darauf, dass auch Nonnen im Ornat unterrichten dürfen.

Schavan betonte, sie halte die noch von ihr als Kultusministerin des Bundeslands erlassene Anordnung zum Verbot des Kopftuchtragens für Lehrkräfte nach wie vor für richtig. Der Gesetzgeber verbiete das Kopftuch nicht als religiöses Kleidungsstück, sondern auf Grund seiner politischen Symbolik. Nach Ansicht von Schavan wird es in Deutschland und international als „Zeichen für eine kulturelle Abgrenzung und politischen Islamismus gesehen“.

Hinter dem Kopftuch stecke außerdem eine Botschaft, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, „denn es ist ein Symbol für die Unterdrückung der Frau“. Die Ministerin zeigte sich „verwundert“ über das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts, denn das Gesetz selbst hätten die Richter ja für rechtmäßig befunden.

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