Hintergrund: Bundespräsident wird feierlich verabschiedet
Zapfenstreich für Rau

Der Große Zapfenstreich, mit dem Bundespräsident Johannes Rau Dienstagnacht verabschiedet wird, ist die feierlichste Form des militärischen Zeremoniells.

HB BERLIN. Mit der feierlichen Abendmusik in der Spielfolge von Trommel- und Pfeifenstücken, Reitersignalen und dem Gebet werden hohe Militärs, aber auch Bundespräsidenten und Bundeskanzler verabschiedet. Gelegentlich bildet der Große Zapfenstreich auch den Rahmen für ein feierliches Gelöbnis.

Der Zapfenstreich entstand aus der zeremoniellen „Erhöhung“ des disziplinierten Ablaufs des militärischen Tagesdienstes und geht auf die Zeit der Landsknechte zurück. Der Schlag auf den Zapfen des Fasses war das Signal zur Nachtruhe. Von diesem Zeitpunkt an durften Wirte keine Getränke mehr ausgeben, die Landsknechte hatten sich in ihre Zelte zu begeben und Ruhe zu halten. Zuwiderhandlungen gegen dieses Gebot wurden hart bestraft.

Das heute übliche Zeremoniell legte 1838 Friedrich Wilhelm Wieprecht fest, der Wegbereiter deutscher Blas- und Militärmusik: Anmarsch des Großen Zapfenstreichs aus Spielmannszug, Musikkorps, Waffenzügen und Fackelträgern unter den Klängen des „Yorckschen Marsches“ von Ludwig van Beethoven. Ausführende sind das Musikkorps und der Spielmannszug des Musikkorps der Bundeswehr sowie die Waffenzüge und Fackelträger des Wachbataillons beim Bundesverteidigungsministerium. Der Große Zapfenstreich endet mit der Nationalhymne.

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