Hintergrund
Der Weg des Atommülls ins Zwischenlager

Wir beschreiben, in welcher Form der radioaktive Müll von der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague nach Gorleben kommt.

HB DÜSSELDORF. Der deutsche Atommüll wird in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zunächst in Glaskokillen und dann in Castorbehälter verpackt. Die nicht wiederverwertbaren Spaltprodukte aus abgebrannten Kernbrennelementen werden zu einem Oxidpulver verarbeitet, bei 1 100 Grad mit einem Glasgranulat verschmolzen und in einen Zylinder-Behälter aus Edelstahl gefüllt. Dieser wiederum kommt in die Castorbehälter.

Castor ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung „cask for storage and transport of radioactive material“, was übersetzt Tonne für die Aufbewahrung und den Transport von radioaktivem Material heißt. Die Behälter sind in einem Stück aus Gusseisen gefertigt und haben an der Oberfläche zur besseren Wärmeabfuhr eingearbeitete Kühlrippen. Im atomaren Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben kühlen sie 20 bis 30 Jahre ab.

Das Zwischenlager wurde 1983 fertig gestellt. Die 182 Meter lange und 20 Meter hohe Halle wurde aus Stahlbeton errichtet. Die Außenwände sind mit Aluminiumblechen verkleidet. Durch große Zu- und Abluftöffnungen wird die Abwärme der Behälter nach außen geleitet. In der Halle gibt es maximal 420 Stellplätze. Betreiber der Anlage ist die Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG). Die Genehmigung des Lagers ist bis zum 31. Dezember 2034 befristet.

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