Deutschland
Hintergrund: Der weltweit größte Schulleistungstest

Die Abkürzung Pisa steht für „Programme for International Student Assessment“. 41 Nationen hatten im Frühjahr 2003 an dem zweiten, weltweit größten Schulleistungstest teilgenommen - darunter alle 30 in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammengeschlossenen Industriestaaten. Der erste PISA-Test fand im Jahr 2000 statt.

Pisa untersucht nicht nur das Wissen der Schüler, sondern auch ihre Fähigkeit, dieses Wissen bei der Lösung lebensnaher Aufgaben anzuwenden. Neben den Leistungen werden zugleich familiärer, sozialer und schulischer Hintergrund der Schüler erfasst sowie Zusatzdaten erhoben über Motivation, Lernmethoden und Unterstützung durch die Lehrer.

Die internationalen Ergebnisse der zweiten weltweiten Studie wurden bereits im Dezember 2004 von der OECD vorgestellt. Ein Teil der innerdeutschen Ergebnisse soll von den Kultusministern offiziell an diesem Donnerstag in Berlin präsentiert werden. Die gesamte Studie - auch mit den Daten über die Förderung von Arbeiter- und Migrantenkinder - soll erst Ende Oktober/Anfang November vorliegen.

Der zweite Pisa-Test hatte erneut gezeigt, dass in keinem anderen Industrieland der Welt der Bildungserfolg so abhängig von der sozialen Herkunft ist wie in Deutschland.

Bei der internationalen Wertung konnte sich Deutschland gegenüber dem ersten Test vor drei Jahren leicht verbessern. In Mathematik und Naturwissenschaften kam die Bundesrepublik ins untere Mittelfeld, in der wichtigen Basiskompetenz Lesen/Textverständnis knapp darunter. Insgesamt liegen die deutschen Schüler mit ihrem Wissen weiterhin gut ein bis eineinhalb Schuljahre hinter ihren Alterskameraden aus den Pisa-Siegerländern Finnland, Hongkong, Kanada, Japan und Südkorea.

Für die zweite Pisa-Studie waren in Deutschland knapp 50 000 Schüler im Alter von 15 Jahren getestet worden. Weltweit arbeiten 300 Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter an Erstellung und Auswertung des Tests. Die Federführung liegt bei der OECD in Paris. Für die Erstellung der innerdeutschen Pisa-Auswertung ist der Schulforscher Manfred Prenzel verantwortlich. Er ist Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel.

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