Hintergrund
Entwicklung des Eingangs- und Spitzensteuersatzes

Heute liegt der Steuersatz für Spitzenverdiener bei maximal 42 Prozent - und er soll noch niedriger werden. Ein Rückblick auf frühere Jahrzehnte zeigt: Die Steuersätze sind stetig gesunken.

HB HAMBURG. Geringverdiener zahlen seit diesem Jahr 15 Prozent. Besteuert werden nur Einkünfte oberhalb eines Grundfreibetrags von 7664 Euro.

Die Union will laut Wahlprogramm diese Sätze weiter auf 36 beziehungsweise 12 Prozent senken. Die FDP hat ein Drei-Stufenmodell mit 15, 25 und 35 Prozent vorgelegt. Gleichzeitig wollten beide den Freibetrag erhöhen. Die SPD schlug eine „Reichensteuer“ vor: Großverdiener ab 250 000 Euro (Paare ab 500 000) sollten einen Zuschlag von drei Prozent zahlen. Das Geld sollte für Bildung, Forschung und Zukunftstechnologien genutzt werden.

Unter der christlich-liberalen Regierung lag der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent, der Eingangssteuersatz bei 25,9 Prozent. Finanzminister Hans Eichel (SPD) reduzierte die Sätze für hohe Einkommen um elf Punkte, für untere um 10,9 Punkte. Nach Darstellung der Gewerkschaften kamen die Entlastungen besonders Beziehern hoher Einkommen zugute.

Ein Rückblick auf frühere Jahrzehnte zeigt: In den Jahren 1958 bis 1964 lag der Eingangssteuersatz bei 20 Prozent, der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent. Bis 1974 mussten Kleinverdiener 19 Prozent abführen, dann schwankte die Marke um etwa 20 Prozent. Der Regierungswechsel von CDU/CSU und FDP zu Rot-Grün zeigte einen Höchststand von 25,9 Prozent Eingangssteuersatz.

Von 1965 bis 1989 betrug der Spitzensteuersatz 56 Prozent. Danach wurde er über zunächst 53 Prozent in mehreren Schritten auf den heutigen Stand von 42 Prozent zurückgeführt.

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