Hintergrund
Fahrplan: Die Termine bis zur Kanzlerwahl

SPD und CDU wollen die Koalitionsverhandlungen bis spätestens Mitte November abgeschlossen haben, doch bevor Angela Merkel Kanzlerin wird, sind noch etliche Hürden zu überwinden. Folgende Termine stehen fest:

13. Oktober: Auf der Tagesordnung der SPD-Fraktion steht neben der Bewertung des Spitzengesprächs die Wahl des parlamentarischen Geschäftsführers. Für diesen Posten will Fraktionschef Franz Müntefering den ehemaligen SPD-Generalsekretär Olaf Scholz vorschlagen. Die Unionsfraktion kommt zur Vorbereitung der Koalitionsverhandlungen zu einer Klausurtagung zusammen.

14. Oktober: Das CDU-Präsidium kommt zusammen, um Absprachen für die Koalitionsverhandlungen zu treffen. Der Bundesrat versammelt sich zu einer regulären Sitzung.

15. Oktober: Als erste der im Bundestag vertretenen Parteien veranstalten die Grünen nach der Wahl in Oldenburg einen Bundesparteitag. Wahlen stehen nicht an.

17. Oktober: Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD beginnen. Auf beiden Seiten sollen dem Verhandlungsgremium etwa 15 Fachpolitiker aus Bund und Ländern angehören. Zur Klärung strittiger Fragen sind auch Spitzengespräche denkbar.

18. Oktober: Der Bundestag konstituiert sich und wählt seinen Präsidenten. Bundespräsident Horst Köhler wird Bundeskanzler Gerhard Schröder zunächst aus seinem Amt entlassen, ihn dann aber wahrscheinlich beauftragen, geschäftsführend weiterzuarbeiten, bis ein neuer Kanzler gewählt ist.

12. November: Bis zu diesem Datum sollen die Koalitionsverhandlungen laut CDU-Chefin Merkel zum Abschluss kommen.

14. November: Die SPD trifft sich zu einem dreitägigen Bundesparteitag in Karlsruhe, um die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen abzusegnen und den neuen Vorstand zu wählen. Die CSU plant einen kleinen Parteitag in München. Bis dahin dürfte auch feststehen, wer die Nachfolge Edmund Stoibers in Bayern antritt. Auch die CDU kommt zu einem kleinen Parteitag zusammen.

17. November: Dieser Tag ist der frühestmögliche Termin für die Kanzlerwahl. Bundespräsident Köhler schlägt Merkel offiziell als Kanzlerkandidatin vor. Wenn die CDU-Chefin im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bekommt (mindestens 308 Stimmen, Union und SPD haben zusammen 448 Stimmen), ist sie Kanzlerin. Falls nicht, muss sie in den zweiten und dritten Wahlgang, bei dem dann die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht.

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