Hintergrund
Rück- und Abtritte vor Meyer

Das Jahr 2004 war für die CDU und ihre Vorsitzende Angela Merkel auch von einer Reihe schwer wiegender Rück- und Abtritte von Spitzenfunktionären der Partei geprägt.

HB DÜSSELDORF. Wir schauen nochmal auf die prominentesten zurück.

Wolfgang Schäuble verliert am 4. März nach parteiinternen Vorbehalten die bereits sicher geglaubte Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten an Horst Köhler. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hatte Schäuble vorgeschlagen.

Friedrich Merz kündigte am 12. Oktober an, seine Ämter in Partei- und Fraktionsspitze der Union niederzulegen. Der 48-Jährige galt seit der Bundestagswahl 2002, als er die Fraktionsführung an Merkel abgeben musste, als ihr Widersacher.

Horst Seehofer tritt wegen des Gesundheitsstreits in der Union am 22. November als stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag zurück. Seehofer gilt als schärfster Kritiker des Gesundheitskompromisses der Union. Er begründete seinen Schritt mit fehlendem Rückhalt in der Unionsspitze.

Hermann-Josef Arentz wird wegen eines umstrittenen Arbeitsvertrages mit dem RWE-Konzern am 6. Dezember nicht mehr ins Parteipräsidium gewählt. Kurz darauf legt er seine wichtigsten politischen Ämter nieder. Arentz, Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, hatte im Rahmen seinen RWE-Vertrages seit Mitte der 90er Jahre ohne erkennbare Arbeitsleistung rund 60 000 € jährlich kassiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%