Hintergrund
Stichwort: Verwarnung mit Strafvorbehalt

Eine Verwarnung mit Strafvorbehalt ist sozusagen eine Geldstrafe auf Bewährung und wird von den Gerichten eher selten verhängt. Sie gleicht fast schon einer symbolischen Bestrafung: Der Verurteilte muss nur dann zahlen, wenn er innerhalb der Bewährungszeit rückfällig wird oder Bewährungsauflagen missachtet.

HB KARLSRUHE. Bewährt er sich, entfällt die Verurteilung - mit der Folge, dass der Angeklagte nicht als vorbestraft gilt.

Möglich ist eine Verwarnung mit Strafvorbehalt bei Geldstrafen bis zu 180 Tagessätzen, also bei weniger gravierenden Delikten. Voraussetzung dafür ist, dass „eine Gesamtwürdigung der Tat und der Persönlichkeit des Täters besondere Umstände ergibt, nach denen es angezeigt ist, ihn von der Verurteilung zu Strafe zu verschonen“, heißt es in Paragraf 59 Strafgesetzbuch. Die Verwarnung ist zudem nur zulässig, wenn kein Rückfall zu erwarten ist und eine Strafe zur „Verteidigung der Rechtsordnung“ nicht geboten ist.

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