Hintergrund
Was auf die Kassenpatienten zukommt

Wer die Leistungen der Krankenkassen in Anspruch nimmt, muss sich auf eine Reihe Neuerungen einstellen. Wir haben die wichtigsten von ihnen zusammengestellt.

Praxisgebühr: Wer zum Arzt oder Zahnarzt geht, zahlt pro Quartal eine Praxisgebühr von zehn Euro und kann sich dafür auch zu anderen Ärzten überweisen lassen. Wer allerdings ohne Überweisungen mehrere Ärzte aufsucht, zahlt jedes Mal. Kontrollbesuche beim Zahnarzt sowie Vorsorge-, Früherkennungstermine und Schutzimpfungen sind von der Prxisgebühr ausgenommen.

Im Krankenhaus: Künftig müssen Patienten in Kliniken täglich zehn Euro zahlen, maximal für 28 Tage pro Kalenderjahr. Ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt dauert neun Tage. Bei stationärer Vorsorge und Rehabilitationen gilt ebenfalls eine Zuzahlung von zehn Euro pro Tag, bei Anschlussheilbehandlungen ist dieser Betrag auch auf 28 Tage begrenzt.

Arzneimittel: Künftig müssen die Patienten zehn Prozent des Preises selbst bezahlen. Dabei müssen sie mindestens fünf Euro und höchsten zehn Euro zuzahlen. In jedem Fall zahlt der Patient nicht mehr, als das Mittel kostet. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente werden grundsätzlich nicht mehr erstattet. Ausnahmen gelten u.a. für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr.

Brillen, Sehhilfen etc.: Die Krankenkassen beteiligen sich künftig nicht mehr an den Kosten für Brillen und andere Sehhilfen. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie schwer sehbehinderte Menschen. Kassenpatienten müssen darüber hinaus auch Sterilisationen und Potenzmittel selbst zahlen. Sterbe- und Entbindungsgeld werden abgeschafft.

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