Hinweis vom CIA
Bundeswehr-Hospital im Islamisten-Visier

Islamistische Selbstmordattentäter haben ein Attentat auf das Krankenhaus der Bundeswehr in Hamburg-Wandsbek geplant. Die Autobombe sollte Anfang 2004 explodieren.

HB HAMBURG. Islamistische Selbstmordattentäter der Gruppe Ansar el Islam haben nach Behördenangaben einen Autobombenanschlag auf das Hamburger Bundeswehrkrankenhaus geplant. Den Hinweis gab ein befreundeter US-Nachrichtendienst, sagte Hamburgs Innensenator Dirk Nockemann (Partei Rechtsstaatlicher Offensive) am Dienstag. Als alternatives Ziel sei ein US-Militärflughafen in Frage gekommen.

Nach dem Tipp löste die Hamburger Polizei am Nachmittag einen Großeinsatz aus, sicherte das Bundeswehrkrankenhaus mit schweren gepanzerten Fahrzeugen und sperrte mehrere Straßen ab. Eine mehrstündige Suche mit Sprengstoffhunden auf dem Gelände und den angrenzenden Straßen blieb zunächst ohne Ergebnis. Das Gelände sollte bis auf weiteres mit rund 100 Beamten gesichert werden. Der Krankenhausbetrieb ging während der Aktion weiter, das Gebäude wurde nicht evakuiert.

Es gebe konkrete Hinweise auf Personen, die den Anschlag verüben wollten, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei habe einen Führungsstab eingerichtet und arbeite eng mit der Bundeswehr zusammen, hieß es in einer Mitteilung. Man kontrolliere alle Fahrzeuge auf dem Gelände und in den angrenzenden Straßen mit Sprengstoffhunden.

Nach Geheimdienstinformationen sollen bereits mehrere Islamisten nach Deutschland eingereist sein. Im Warnhinweis der US-Behörden seien die Namen von zwei mutmaßlichen Selbstmordattentätern genannt, bestätigte der Hamburger Verfassungsschutzchef Heino Vahldiek. Es werde jetzt versucht, sie zu identifizieren. Der Anschlag sei nach der Warnung für Anfang 2004 geplant worden.

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