Hinweise auf radikale Islamisten
Fahd-Akademie beurlaubt Islam-Lehrer

Einem Lehrer ist von der wegen möglicher islamistischer Aktivitäten ins Zwielicht geratenen Bonner König-Fahd-Akademie untersagt worden, weiter Unterricht zu geben. Die Schule sei damit einer Aufforderung der Bezirksregierung Köln gefolgt, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

HB BONN. Der Lehrer soll bei einem Freitagsgebet in der Moschee der Akademie zum Heiligen Krieg gegen den Westen aufgerufen haben. Die Bezirksregierung lässt die Schließung der Schule prüfen.

Laut dem ARD-Magazin „Panorama“ verdichteten sich die Hinweise, dass die Akademie im Bonner Stadtteil Bad Godesberg radikale Islamisten anzog. So habe es Verbindungen zur vom Verfassungsschutz beobachteten „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD) gegeben. Mitglieder dieser Vereinigung wiederum unterhielten enge Beziehungen zu terroristischen Organisationen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Erkenntnisse des Verfassungsschutzes.

An der Akademie solle auch ein Mitarbeiter mit Kontakten zu den Drahtziehern der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA beschäftigt sein. Gegen ihn ermittle die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Auch hätten Fahnder bei einem der Verdächtigen aus Bonn Substanzen für mögliche Sprengstoffanschläge und Anleitungen zum Bombenbau entdeckt. An der von Saudi-Arabien finanzierten Einrichtung, die eine Schule und eine Moschee betreibt, werden 470 Schüler unterrichtet.

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