Historischer Tiefpunkt
Becks Umfragewerte brechen ein

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck ist in jüngsten Umfragewerten auf einen Tiefpunkt eingebrochen. Sogar unter SPD-Anhängern schwindet sein Ansehen.

HB BERLIN. Nach einer am Samstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für den ARD-“Bericht aus Berlin“ sind nur noch 28 Prozent der Wahlberechtigten „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit Beck. Noch Anfang Februar hatte er 39 Prozent Zustimmung gefunden. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich der Wert glatt halbiert: Im Oktober 2006 war Beck auf 56 Prozent gekommen.

Bei Wählern mit SPD-Vorliebe bewerten mit fast genauso viele den SPD-Chef Beck negativ (46 Prozent) wie positiv (49 Prozent). Dass die SPD es nun ihren Landesverbänden überlässt, mit der Linken zusammenzuarbeiten, halten 65 Prozent der Befragten für Wortbruch. „Kein Wortbruch“ sagen nur 27 Prozent. Selbst SPD-Anhänger sprechen mit deutlicher Mehrheit von 54 Prozent von Wortbruch; nur 37 Prozent von ihnen verneinen das.

Wenig Veränderung gab es den Angaben zufolge bei der so genannten Sonntagsfrage: Würde jetzt gewählt, kämen CDU/CSU auf 38 Prozent, die SPD auf 29 Prozent. Die Linke erreichte 12 Prozent, FDP und Grüne jeweils 9 Prozent. Infratest dimap befragte 1 004 Wahlberechtigte ab 18 Jahren.

Auch in dem am Freitag veröffentlichen ZDF-Politbarometer hatte Beck nach den Irritationen über eine Zusammenarbeit mit der Linken deutlich an Ansehen eingebüßt.

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