"Hoch unzufrieden" mit den Firmen
SPD: Gesetz für Lehrstellenmarkt kommt

Die Wirtschaft muss sich offenbar auf Zwangsgelder für ausbildungsunwillige Unternehmen einstellen. SPD-Fraktionschef Franz Müntefering kündigte angesichts der dramatischen Situation auf dem Lehrstellenmarkt gesetzliche Schritte an.

HB BERLIN. „Keiner darf mehr von der Schule ins Nichts fallen“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Samstag). „Wir müssen im Interesse der jungen Menschen und unserer Volkswirtschaft handeln.“ Der SPD-Fraktionschef ließ allerdings offen, ob es sich um eine Abgabe, eine Umlage oder eine andere gesetzliche Maßnahme handeln werde. Klar sei nur, dass das Geld von den Unternehmen und nicht vom Staat kommen müsse. Als Stichtag nannte er den 30. September.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende zeigte sich „hoch unzufrieden“ mit dem Verhalten der deutschen Firmen. „Nur 30 Prozent der Unternehmen bilden aus“, sagte er. „An der Stelle sind wir Entwicklungsland.“ Nach seiner Schätzung werde es am Jahresende noch 30 000 bis 50000 Jugendliche geben, die keinen Ausbildungsplatz haben. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit fehlten Ende August noch 113 000 Lehrstellen, 26 000 mehr als vor einem Jahr.

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