Hochqualifiziertes Personal
Meister-Bafög ist wieder mehr gefragt

Das Meister-Bafög wird wieder mehr nachgefragt: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Geförderten nach zwei Jahren Rückgang um viereinhalb Prozent auf insgesamt 140 000 Personen. Unterdurchschnittlich fiel allerdings die Steigerung bei den Frauen aus, die ein knappes Drittel der Bezieher stellen.

BERLIN. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hofft, dass die Zahl mit der Novelle des Meister-Bafög weiter steigen wird. Eine kontinuierliche Höherqualifizierung über alle Altersgruppen hinweg sei erforderlich, „um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern“, sagte Schavan.

Die Novelle, die zum 1. Juli in Kraft tritt, öffnet das Meister-Bafög auch für Altenpfleger und Erzieherinnen. Hintergrund ist, dass Bildungsexperten und -politiker einig sind, dass Deutschland mehr hochqualifiziertes Personal in den Kindergärten braucht.

Die Wirtschaft sieht ein riesiges ungenutztes Potential für das Meister-Bafög (offiziell Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz). Denn jährlich schließen zwar rund 480 000 Menschen eine Berufsausbildung ab, aber nur 97 000 bilden sich erfolgreich zum Meister, Fachwirt oder -kaufmann weiter. 2008 wurden insgesamt rund 382 Mio. Euro bewilligt, sieben Prozent mehr als 2007. Von den Förderleistungen entfielen rund 267 Mio. Euro auf Darlehen und 114 Mio. Euro auf Zuschüsse.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin
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