Hochschulen
Uni-Mensen sind Ansturm nicht gewachsen

Lange Schlangen, dafür wenig Platz – das ist Alltag in deutschen Uni-Mensen. Während die Studentenzahlen wachsen, wird an den Mensen allerdings nicht geändert. Dabei ist ein Ausbau unabdingbar.
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TrierDie stark gestiegenen Studentenzahlen an deutschen Unis bereiten auch den Mensen der Hochschulen Probleme: In Stoßzeiten schaffen sie es kaum mehr, alle Hungrigen mit Essen zu versorgen. Die Folgen sind lange Schlangen vor der Essensausgabe und Platznot. Die Mensen müssten dringend ausgebaut werden, sonst drohten Engpässe, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, am Mittwoch in Trier. Für mehr Platz in den Mensen benötigten die Studentenwerke mindestens 200 Millionen Euro von Bund und Ländern.

Die Zahl der Studierenden habe in den vergangenen zehn Jahren um 25 Prozent auf derzeit rund 2,5 Millionen zugelegt. „Die Mensa-Plätze haben sich aber nicht im selben Maße erhöht“, sagte auf der Heyde. Es gebe derzeit etwa 236 000 Tischplätze - das heißt: auf 100 Studis kommen 10,5 Plätze. Wenn die Studenten der zeitlich eng getakteten Bachelor-Studiengänge mittags auf einmal Essen gingen, komme es teils zu extrem langen Wartezeiten. Da wichen junge Menschen zunehmend auf einen Snack zum Mitnehmen aus: „Das ist aber kein Ersatz.“

Das DSW, Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, betreibt an deutschen Hochschulen 875 gastronomische Einrichtungen, darunter rund 400 Mensen. Derzeit nutzten vier von fünf Studierenden die Mensa ihres Studentenwerks etwa dreimal pro Woche, hieß es. 37 Prozent seien Stammgäste, darunter vor allem Männer. „Der typische Mensa-Esser ist männlich und studiert Medizin, Natur- oder Ingenieurwissenschaften“, sagte der Generalsekretär des Studentenwerks.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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