Hochspannung vor Aufeinandertreffen Steinbrück/Rüttgers
TV-Duell als Startschuss für den Schlussspurt

Was vor einigen Wochen noch wie eine klare Sache für die Union aussah, wird nun offenbar immer enger: Die SPD holt in Umfragen vor der Landtagswahl in NRW kontinuierlich auf. Vom zweiten TV-Duell zwischen SPD-Ministerpräsident Peer Steinbrück und seinem CDU - Herausforderer Jürgen Rüttgers versprechen sich beide Parteien, die zahlreich vorhandenen unentschlossenen Wähler für sich zu gewinnen.

HB DÜSSELDORF. Fünf Tage vor der Landtagswahl treffen die beiden Politiker an diesem Dienstag zu einem von WDR und ZDF zeitversetzt übertragenen Fernsehdisput aufeinander. Der Vorsprung von CDU und FDP auf Rot-Grün schmilzt unterdessen - nach mehreren Erhebungen der vergangenen Woche bestätigte jetzt auch eine Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des WDR diesen Trend.

Demnach liegt die oppositionelle CDU (43 %) bei der "Sonntagsfrage" derzeit noch sechs Punkte vor der regierenden SPD (37). Vor zwei Wochen hatte die CDU 45 % erreicht, die SPD 34 % (11 Punkte Abstand). Wie der WDR weiter mitteilte, erreichen die Grünen und die FDP jetzt je 7,5 %. Anfang Mai waren die mit der SPD regierenden Grünen auf 9 % gekommen, die FDP auf 7 %. Seinerzeit ergab sich für Schwarz-Gelb ein 9-Punkte-Vorsprung (52 zu 43) auf Rot-Grün - jetzt beträgt die Distanz noch 50,5 zu 44,5 %, also sechs Punkte. Andere Umfragen hatten zuletzt fünf bis acht Punkte Vorsprung für CDU und FDP ergeben, gegenüber rund zehn Punkten zuvor.

Infratest dimap befragte laut WDR 1000 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen. Der Anteil derjenigen, die noch nicht wissen, welche Partei sie am 22. Mai wählen werden, beträgt 23 %. Laut einer polis-Umfrage im Auftrag der "Welt am Sonntag" stieg der Anteil derjenigen Wähler, die sich erst "in den letzten Tagen" vor der Wahl entscheiden wollen, von März bis Mai von 13 auf 17 %.

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hält die NRW-Landtagswahl daher auch für noch längst nicht entschieden. "In Nordrhein- Westfalen ist Luft drin. Es sind sehr viele Unentschiedene, wenn ich den Zahlen trauen darf", sagte Fischer am Sonntag im Deutschlandfunk. "Insofern habe ich überhaupt keinen Anlass, mich da in Spekulationen zu ergehen oder gar die Flinte ins Korn zu werden."

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