Hochwasser
Ostdeutschland in Rezession

Der ostdeutschen Wirtschaft schwimmen die Felle davon: Wegen der Überschwemmungen wird die schwarze Null nicht erreicht. Dafür werden notwendige Investitionen der Bürger die Konjunktur etwas beleben.
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BerlinDie ostdeutsche Wirtschaft bleibt einer Prognose des IWH-Instituts wegen des Jahrhunderthochwassers in der Rezession stecken. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte von April bis Juni um 0,2 Prozent und damit das fünfte Quartal in Folge schrumpfen, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Montag voraussagte. „Ohne Dauerregen und Hochwasser würde es zu einer schwarzen Null reichen”, sagte IWH-Experte Udo Ludwig zu Reuters. Die Naturkatastrophe beeinträchtige Landwirtschaft, Industrie und Baugewerbe, aber auch Handel, Gast- und Verkehrsgewerbe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Der Wiederaufbau dürfte die Wirtschaft aber ab der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Impulse geben und wieder wachsen lassen. „Viele Privatleute werden Geld ausgeben müssen, um ihren Hausrat zu ersetzen”, sagte Ludwig. „Sie werden vor allem langlebige Güter wie Waschmaschinen und Kühlschränke kaufen, wie die Erfahrungen des Hochwassers von 2002 lehren.” Außerdem werde der Wiederaufbau mit Hilfsgeldern unterstützt, was ebenfalls de Konjunktur stimulieren werde. Der Staat werde zudem in die Infrastruktur investieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hochwasser: Ostdeutschland in Rezession"

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  • die Kernfrage lautet: Muss der Staat Ersatz oder Vorsorge dafür leisten, dass flussauenliebende Bürger oder von Flussstandorten profitierende Unternehmen in bekannt hochwassergefährdeten Gebieten Gebäude hinsetzen und Investitionen tätigen. Eigentlich gilt auch hier der Grundsatz, dass jeder das Risiko seiner Investition selbst trägt, die Vorsorge für sein Risiko selbst bezahlt und risikomindernde Maßnahmen vorbehaltos unterstützt. Eine Abkehr von diesem Grundsatz ist nur gerechtfertigt, wenn der Investor über sein Risiko getäuscht wurde und daher Schadensersatzansprüche hat. Wenn diese Grundgedanken beachtet wurden, hat der solidarische Mensch selbstverständlich die Pflicht, Hilfe und Unterstützung in der Not zu leisten. Wurden diese Grundgedanken nicht beachtet, ist öffentliche Unterstützung nur eine unberechtigte Vorteilsgewährung zu Lasten der Allgemeinheit.

  • Zitat : „Sie werden vor allem langlebige Güter wie Waschmaschinen und Kühlschränke kaufen, wie die Erfahrungen des Hochwassers von 2002 lehren.” Außerdem werde der Wiederaufbau mit Hilfsgeldern unterstützt, was ebenfalls de Konjunktur stimulieren werde. Der Staat werde zudem in die Infrastruktur investieren.

    - Nach dieser Auslegung drängt sich doch mehr die Überschrift : „Ostdeutschland vor Sprung zum Wirtschaftswachstum“ auf……?

    In der Rezession ist Ostdeutschland seit Wiedervereinigung !

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