Höcke kontra van Dyk: Eine Hymne für die AfD

Höcke kontra van Dyk
Eine Hymne für die AfD

Björn Höcke darf ein Lied des Star-DJs Paul van Dyk nicht mehr als Hymne für seine Anti-Asyl-Auftritte verwenden. Die AfD will das Verbot ignorieren, dabei haben Höckes Fans schon längst andere Song-Ideen.

BerlinOb Björn Höcke ein glühender Fan des international bekannten Techno-DJs Paul van Dyk ist, wissen wir nicht. Auf den regelmäßigen Anti-Asyl-Kundgebungen des AfD-Politikers in Thüringen war lediglich zu beobachten, dass es ihm ein Song des Berliner Musikers besonders angetan haben muss.

Das Lied „Wir sind wir“ von van Dyk und Peter Heppner ließ Höcke immer wieder als seine Auftrittsmusik bei den monatlichen Protestaktionen auf dem Erfurter Domplatz spielen. Der AfD-Fraktionschef soll manchmal sogar leuchtenden Auges mitgesungen haben. Das Ganze habe gewirkt, als würde hier einer seine eigene Hymne vortragen.

Dabei hat die AfD offiziell gar keine Hymne. Und geht es nach dem Berliner Star-DJ van Dyk soll das auch so bleiben. Jedenfalls will der Musiker nicht, dass Höcke, der dem deutschnationalen Flügel der Partei zugerechnet wird, weiterhin auf seinen Song zugreift. Van Dyk droht sogar mit juristischen Konsequenzen, berichtete „Zeit Online“. Und was macht die AfD? Sie kündigte an, das Lied weiter zu verwenden – obwohl es Alternativen gebe. Das meinen jedenfalls einige Internetuser, die auf Höckes Facebook-Seite ihre Ideen ausbreiteten.

„Warum nicht einen Wettbewerb ausschreiben, wer der AfD die schönste Parteihymne komponiert?“, schreibt eine Annette Fuchs und regt dazu gleich an, ein kleines Preisgeld auszusetzen.

Ähnlich denkt Andre Hochstein: „Einfach wie Pegida eine eigene Hymne komponieren dann muss man solchen Leuten nicht mehr am Hintern lecken!“

Andere User empfehlen stattdessen musikalischem Stoff, den es schon gibt und der wie maßgeschneidert für eine AfD-Hymne scheint. So schlägt eine Ines Hoffmann vor, mehr Patriotismus zu wagen und „Deutscher Patriot“ des jungen Nachwuchsrappers Chris Ares zu spielen.

Ein Maggy Linde plädiert für den Gefangenen-Chor von Nabucco. „Ich finde der passt bestens.“

Christian Rogler glaubt, dass der österreichische Volksmusik-Star Andreas Gabalier sicher nichts dagegen hätte, „wenn da die „Heimatsöhne“ gespielt würden“.

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