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12.12.2007 
Prognose

Höhere Beitragssätze der Krankenkassen drohen

von Peter Thelen

Trotz Konjunkturbelebung wird sich die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr wieder verschlechtern. Der Schätzerkreis der Kassen setzte jetzt den durchschnittlichen Beitragssatz, der rechnerisch nötig ist, um alle Leistungsausgaben zu decken, nach oben.

BERLIN. Der Schätzerkreis der Kassen setzte den durchschnittlichen Beitragssatz für 2008 auf 13,97 Prozent fest. Dies bedeutet eine Erhöhung um 0,33 Prozentpunkte gegenüber dem Bedarfssatz, den die Schätzer für das laufende Jahr ermittelt hatten. Bei ihrer letzten Schätzung im September war die Prognose noch etwas günstiger ausgefallen.

„Das ist ein eindeutiges Signal, dass es 2008 wieder Beitragssatzerhöhungen geben wird,“ sagte die Sprecherin des Verbands der Angestelltenkrankenkassen (VDAK), Michaela Gottfried, dem Handelsblatt. Eine Erhöhungswelle wie dieses Jahr drohe jedoch nicht, fügte sie hinzu.

So wollen die meisten Ersatzkassen, insbesondere Barmer und DAK, ihre Beiträge ebenso stabil halten wie die 16 Landes-AOK. Einzige Ausnahme ist die Techniker-Krankenkasse (TK). Sie will am Freitag unter anderem wegen wachsender Zahlungsverpflichtungen an den Finanzausgleich zwischen den Kassen eine Erhöhung ihres Beitragssatzes von 13,5 auf 13,8 Prozent beschließen, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage des Handelsblatts. Damit bleibt die TK immer noch unter dem Durchschnittsbeitrag aller 240 Kassen.

Dieser lag Anfang November inklusive des allein von den Versicherten zu tragenden Zusatzbeitrags von 0,9 Prozentpunkten bei 14,8 Prozent. Trifft die Prognose des Schätzerkreises ein, würde er sich im Verlauf der nächsten Jahres auf knapp über 15 Prozent erhöhen. Vor der Sitzung des Gremiums, in dem Experten der Kassen, des Gesundheitsministeriums, des statistischen Bundesamts und des Bundesversicherungsamts vertreten sind, war ein deutlicherer Anstieg auf bis zu 15,4 Prozent befürchtet worden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bei welchen Krankenkassen Beitragserhöhungen zu erwarten sind.

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