Höhere Steuereinnahmen
Schäuble erwartet bis 2014 ausgeglichenen Haushalt

Trotz Euro-Krise und Griechenland-Rettung: Deutschlands Haushaltsdefizit schrumpft wegen sprudelnder Steuereinnahmen rapide. Finanzminister Schäuble erwartet schon 2014 einen ausgeglichenen Haushalt.
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BerlinDas Defizit im deutschen Staatshaushalt wird nach Erwartung des Bundesfinanzministeriums bereits in diesem Jahr auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) fallen - erlaubt sind nach dem Maastricht-Vertrag maximal 3,0 Prozent. „Schon ab dem Jahr 2014 ist gesamtstaatlich ein ausgeglichener Haushalt erreichbar“, heißt es zudem im am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Ministeriums.   

Auch bei der Schuldenstandsquote erwartet das Ministerium 2011 eine Trendwende. Sie werde bis Ende dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte auf 80 Prozent des BIP zurückgehen. Bis 2015 führe die Verbesserung der öffentlichen Haushaltssalden zu einer kontinuierlichen Abnahme der Schuldenstandsquote auf rund 71 Prozent des BIP. Maximal erlaubt sind laut Maastricht-Vertrag 60 Prozent.   

Wie in den Vormonaten profitierte der Staat auch im Juli von der guten Konjunktur, die ihm unerwartet hohe Steuereinnahmen in die Kassen spülte. Dem Monatsbericht zufolge nahmen der Bund und die Länder 39,7 Milliarden Euro ein - das entspricht einem Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Von Januar bis Juli nahmen die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf insgesamt rund 296,56 Milliarden Euro zu. Das Sieben-Monatsplus lag damit deutlich über dem für das Gesamtjahr in der Mai-Steuerschätzung vorausgesagten Zuwachs von 4,4 Prozent. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die zuletzt überraschend schwache Konjunktur in Deutschland mit Verzögerung auch bei den weiteren Steuereinnahmen des Staates niederschlagen wird.  

Die deutsche Wirtschaft war zwischen April und Juni unerwartet stark eingebrochen und nur leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Das war deutlich weniger als zum Jahresauftakt. Auch für den weiteren Jahresverlauf rechnet das Finanzministerium im Vergleich zum Jahresbeginn mit einer geringeren Wachstumsdynamik.  

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Höhere Steuereinnahmen: Schäuble erwartet bis 2014 ausgeglichenen Haushalt"

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  • Sehr geehrter Herr Schäuble, dass Sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, das wissen wir.
    Ich zitiere:
    "Deutschland hat mehr als fünfmal so viel Schulden wie Griechenland!!!!

    1,69 Billionen Euro. Die Griechen stehen „nur" mit 300 Milliarden Euro in der Kreide.

    Die nackten Zahlen aus Deutschland sind beängstigend:
    Allein der Bund hat Schulden von rund einer Billion Euro. Zwischen 2009 und 2013 sind 310 Milliarden Euro neue Schulden eingeplant. 41 Milliarden Euro Zinsen (!) muss der Bund für die Schuldenfinanzierung jedes Jahr hinblättern. Die Zinsen sind der zweitgrößte Ausgabenposten im Etat.



    Mit seinem Kredithunger verstößt auch Deutschland seit Jahren gegen die Schuldengrenze des Maastricht-Vertrages.

    Danach dürfte die Verschuldung maximal 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen. Tatsächlich liegt sie derzeit bei mehr als 70 Prozent und steigt bis 2012 auf 81 Prozent!
    Die Europäische Zentralbank (EZB) und der Bundesrechnungshof warnen vor den dramatischen Folgen der ungebremsten Schuldenmacherei der Euro-Länder."

  • @ klaus ermecke,
    das möchte jeder, aber was ist eine "eine gute Regierung"?
    Bedenken: die NSDAP war stärkste Partei, also für die mehrheit eine "eine gute Regierung".

  • Zuviel gekokst, der Gute ?

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