Hoffnungsvolles Zeichen
Firmen investieren mehr in Forschung

Die Unternehmen in Deutschland nehmen wieder mehr Geld für Forschung und Entwicklung in die Hand. Experten sehen in den ansteigenden Ausgaben ein hoffnungsvolles Zeichen. Für Euphorie bestehe aber kein Anlass.

BERLIN / DÜSSELDORF. Nach einem mageren Plus von 1,5 Prozent 2005 zeichnen sich nach den Plandaten der Unternehmen jetzt deutlich höhere Zuwächse für Forschung und Entwicklung ab. In diesem Jahr dürften die Forschungsausgaben um 3,1 Prozent steigen – auf dann insgesamt 50,4 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr dürfte der Zuwachs sogar 4,5 Prozent betragen haben. Diese Zahlen gab der Stifterverband der Deutschen Wirtschaft am Donnerstag bekannt.

Experten sehen in den ansteigenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung ein hoffnungsvolles Zeichen. Zwar sei Deutschland weiterhin weit von dem im Lissabon-Prozess vereinbarten Ziel entfernt, EU-weit die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2010 auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen. Das stärkere Engagement der Wirtschaft ist aus Sicht des Stifterverbandes aber ein Licht am Ende des Tunnels. Denn nun könnte, so der Vizepräsident des Stifterverbands, Jürgen Hambrecht, die Schwelle von 2,5 Prozent des BIP überschritten werden. 2005 war der Anteil noch von 2,49 auf 2,46 Prozent gesunken.

„Offensichtlich führt der Wirtschaftsaufschwung auch wieder zu mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung“, sagte Hambrecht. Für Euphorie bestehe aber kein Anlass. Denn Deutschland liege im internationalen Vergleich mit diesen Zahlen nur auf Platz neun. „Wir können uns mit dieser Entwicklung nicht zufrieden geben. Wer sich heute bei Forschung und Entwicklung zurückhält, kann morgen nicht mit voller Kraft für wettbewerbsfähige Innovationen sorgen.“

Dass Deutschland als Forschungsstandort im EU-Vergleich nicht noch weiter zurückgefallen sei, liege, so Hambrecht, nur daran, dass es in anderen EU-Ländern auch nicht besser laufe. So habe der Anteil der Forschungsausgaben am BIP im EU-Durchschnitt 2005 nur bei 1,87 Prozent gelegen. Auch die USA verzeichneten Stagnation. Dagegen konnten Länder wie Israel, Korea, China und Taiwan ihren Vorsprung vor der EU ausbauen.

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