Hohe Arbeitslosigkeit lässt Altersbezüge gering steigen
Rentnern drohen neue Belastungen

Nach der Nullrunde in diesem Jahr müssen die Rentner in Deutschland für 2005 mit weiteren Einbußen rechnen. So sollen sie nach Medienberichten die Kosten für den Zahnersatz gesondert versichern. Kinderlosen Ruheständlern drohen höhere Pflegebeiträge.

HB BERLIN. Nach einer Nullrunde in diesem Jahr werden die Renten auch im kommenden Jahr offenbar nur gering steigen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) berichtete, hat der so genannte Schätzerkreis seine Prognosen für 2005 nach unten korrigiert. Wie die Rentenversicherer der Zeitung bestätigten, werden die Altersbezüge im Westen voraussichtlich nur um 0,11 Prozent zulegen und im Osten um 0,22 Prozent. Ein Durchschnittsrentner mit einem Einkommen von 1.000 Euro im Monat bekäme im Westen 1,10 Euro mehr und im Osten 2,20 Euro. Bis vor kurzem gingen die Schätzer noch von einem Plus von 0,27 Prozent für den Westen und 0,35 Prozent für den Osten aus.

Grund für die Korrektur sei die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit. "Die Löhne und Gehälter sind nicht so stark gestiegen wie erwartet", sagte eine Sprecherin der Rentenversicherer. Die Prognose bezeichnete sie allerdings als sehr spekulativ, da die Wirtschaft noch kräftig wachsen könne. Auch ansonsten drohen den Rentnern nach der Nullrunde und höheren Pflegebeiträgen in diesem Jahr 2005 weitere Einbußen. So müssen die Ruheständler künftig die Kosten für den Zahnersatz gesondert versichern. Außerdem plant die Regierungskoalition, dass kinderlose Ruheständler höhere Pflegebeiträge zahlen sollen.

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