Hohe Lebensmittelpreise
Seehofer fordert Agrar-Wende

Wegen der weltweit rasant steigenden Lebensmittelpreise hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer einen Kurswechsel in der Agrar-Politik gefordert. Ein Ausbau der Agrar-Produktion in Deutschland, der gesamten Europäischen Union und vor allem in den Entwicklungsländern sei nötig.

HB BERLIN. Dazu müssten auch die 3,8 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen möglichst rasch wieder genutzt werden, die in der EU im Kampf gegen Überschüsse etwa bei Butter und Milch stillgelegt worden seien, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Wir müssen weltweit mehr Nahrungsmittel produzieren, um weitere Preissprünge zu verhindern.“

Schließlich gehe die Welternährungsorganisation davon aus, dass der Bedarf an Lebensmitteln bis 2030 um 60 Prozent steigt. Grund sei das Wachstum der Weltbevölkerung und die zunehmende Nachfrage nach Lebensmitteln wegen der steigenden Kaufkraft in Schwellenländern wie China und Indien. „Wir müssen wieder erkennen, dass Agrarwirtschaft eine Frage von nationalem Interesse in jedem Land ist und kein Randthema.“ Dabei seien auch die Regierungen in den Entwicklungsländern gefordert.

Wegen der Preisexplosion bei Lebensmitteln war es zuletzt in mehreren Entwicklungsländern zu Unruhen gekommen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank warnten vor den Folgen des Preisanstiegs.

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