Hohe Nachfrage in Urlaubszeit treibt die Preise
Experten rechnen mit steigenden Spritpreisen

Tanken wird noch teurer. Experten erwarten auch dann keine signifikanten Preissenkungen, wenn die Opec die Ölförderung ausweitet - die Nachfrage treibe dann den Preis nach oben.

HB BERLIN. Experten gehen davon aus, dass die Kraftstoffpreise weiter steigen. «Der Spritpreis kann in den kommenden Wochen wegen der politischen Unsicherheiten weiter steigen, womöglich um über zehn Prozent», sagte der Chefvolkswirt der Hypovereinsbank, Martin Hüfner, der «Bild am Sonntag» (BamS). «Das wären 1,30 Euro für Normalbenzin.»

Grund für die weitere Preisrunde seien die jüngsten Terrorwarnungen aus den USA. «Derzeit sieht es so aus, als würde sich die politische Lage auf der Welt nicht entspannen», sagte Hüfner weiter. «Bei einem Anschlag würde der Ölpreis nochmals in die Höhe schnellen.»

Auch die Analysten der Investmentbank Lehman Brothers sehen noch kein Ende der Preissteigerungen für Öl, berichtet die «BamS». Dort halte man einen Preisanstieg von derzeit rund 40 Dollar je Barrel (159 Liter) auf bis zu 50 Dollar für möglich, hieß es.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet auch dann nicht mit sinkenden Preisen auf den Rohstoffmärkten, wenn die Organisation Erdöl exportierenden Länder (Opec) die Produktion ausweitetet. «Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis sich das positiv auswirkt», sagte der DIW-Konjunkturexperte Gustav Horn der «BamS».

Am Mittwoch will die Opec zwar eine deutliche Auweitung der Ölproduktion beraten. «Selbst wenn der Ölpreis sinken sollte – Benzin wird wegen der hohen Nachfrage in der Urlaubszeit nicht entsprechend billiger werden», fügte Horn hinzu.

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