Hohe Strompreise
Deutsche Industrie wartet auf Ausgleich

Die Unternehmen der Aluminium-, Zink- und Kupferindustrie müssen ihre hohen Stromrechnungen weiter ohne Zuschüsse des Bundes begleichen. Denn Vorbehalte der EU-Kommission verhindern die Auszahlung der vor Monaten zugesagten Hilfen. Den Unternehmen rennt nun die Zeit davon.
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BERLIN. Das Preisniveau ist für industrielle Stromverbraucher zu einer enormen Belastung geworden. Bereits im Juli hatte die Bundesregierung die Hilfen für die betroffenen Branchen bei der EU-Kommission angemeldet. Die Brüsseler Behörde sieht aber noch Prüfbedarf. In Berliner Regierungskreisen heißt es, es sei unwahrscheinlich, dass die Kommission noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis komme. Offenbar habe man in Brüssel Angst, einen Präzedenzfall zu schaffen.

Für einige der betroffenen Firmen, die für insgesamt rund 10 000 Jobs stehen, geht es um alles oder nichts. Die Hersteller von Aluminium, Zink und Kupfer klagen seit Jahren über hohe Strompreise. Sie fordern deshalb zumindest einen Ausgleich für die im Strompreis enthaltenen Kosten für den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2.

Die Stromproduzenten müssen für den Betrieb ihrer fossilen Kraftwerke Emissionszertifikate nachweisen und stellen diese ihren Kunden zu Marktpreisen in Rechnung. Die Metallbranche beziffert ihre jährliche Mehrbelastung gegenüber ausländischen Konkurrenten auf rund 100 Mio. Euro.

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