Hohe Wertberichtigungen
Hamburg droht 350-Millionen-Euro-Loch durch Beiersdorf-Beteiligung

Das Engagement der Hansestadt Hamburg bei dem Kosmetikriesen Beiersdorf reißt möglicherweise ein Finanzloch von rund 350 Millionen Euro in den Haushalt der Hansestadt für 2004.

HAMBURG. Das geht aus einer Vorlage der SPD-Fraktion für den Haushaltsausschuss hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Der Etat soll Mitte Juni verabschiedet werden. Ursachen des Finanzproblems sind hohe Wertberichtigungen auf das rund zehnprozentige Aktienpaket, das die zur Stadt gehörende Beteiligungsfirma HGV an Beiersdorf hält.

Ende 2003 hatte die HGV von dem Münchener Versicherungsriesen Allianz das Beiersdorf-Paket zu einem Kurs von 130,7 Euro für mehr als 1,1 Mrd. Euro erworben. Da die Notierung inzwischen auf rund 92 Euro gesunken ist, hat sich der Wert der Beteiligung auf 775 Mill. Euro verringert. Hamburg wollte damals mit dem Einstieg bei Beiersdorf verhindern, dass der Kosmetikkonzern in die Hände von Procter& Gamble fällt und dadurch Stellenverlagerungen ins Ausland den Wirtschaftsstandort Hamburg gefährden.

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