Holger Schwannecke:
Der neue Chef des Handwerks setzt auf Bildung

Der beharrliche Aufstieg des begeisterten Sportlers hat sich gelohnt: Zum Beginn des neuen Jahres löst Holger Schwannecke den aus Altersgründen ausscheidenden Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, ab. Schwannecke will in seiner Arbeit drei Schwerpunkte setzen.
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BERLIN. Seine Mutter war Sozialarbeiterin und sein Vater mittelständischer Unternehmer. "Ich kenne aus dem Elternhaus beide Seiten", sagt Holger Schwannecke, "und ich weiß, wie schwer der soziale Ausgleich mitunter fällt." Den elterlichen Betrieb, eine Holzverarbeitungsfirma, übernahm der 1961 in Helmstedt geborene Jurist nicht. Stattdessen begann er 1992 eine Karriere beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Als oberster Lobbyist für knapp eine Million deutsche Handwerksbetriebe will er drei Schwerpunkte setzen: Vordringlich sei die "Fokussierung der Politik auf den Mittelstand", wie Schwannecke sagt.

Das zweite Ziel gilt der "Entideologisierung der Bildungspolitik" vor allem beim Thema Ganztagsschule. Mit Blick auf Nachwuchsmangel und oft fehlende Ausbildungsfähigkeit sei das Handwerk auf frühkindliche Betreuung und berufsorientierte Bildung angewiesen. Den dritten Punkt will der neue ZDH-Generalsekretär bei der "falschen Gerechtigkeitsdebatte" setzen. Das "ständige Draufsatteln auf bestehende Umlagesysteme", so Schwannecke "bereitet mir große Sorgen".

Daniel Goffart
Daniel Goffart
Handelsblatt / Ressortleiter

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