Homosexuellen-Parade
Grüne entsetzt über Beck-Übergriff in Moskau

Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag haben mit Kritik auf den gewalttätigen Übergiff auf den Politiker Volker Beck in Moskau reagiert. „Wir fordern Russland auf, die Menschenrechte zu achten“, hieß es in einer Erklärung von Renate Künast und Fritz Kuhn.

HB BERLIN. Dazu gehöre auch, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen und die teilnehmenden Menschen zu schützen. Auch eine Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Ausrichtung sei nicht hinnehmbar.

Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, war Medienberichten zufolge am Rande einer verbotenen Homosexuellen-Demonstration in der russischen Hauptstadt von Rechtsradikalen angegriffen und verletzt worden.

Gegen die Moskauer Polizei erhob Beck dem Bericht zufolge schwere Vorwürfe. Er und weitere Demonstranten hätten vergeblich versucht, hinter die Polizeikette zu gelangen. „Die Sicherheitskräfte haben uns nicht nur nicht geschützt, sondern sogar unseren Rückzug verhindert, so dass wir schutzlos ausgeliefert waren.“

Auch der Fernsehsender RTL hatte den Politiker zuvor mit den Worten zitiert, er sei attackiert worden. „Das zeigt, wir sind hier nicht sicher in diesem Land.“ Etwa ein Dutzend Neonazis hätten Beck angegriffen, hieß es.

Der Politiker hatte an einer internationalen Konferenz für sexuelle Minderheiten teilgenommen. Anschließend sollte eine Homosexuellen-Parade stattfinden, die die Polizei, militante orthodoxe Christen und Rechtsradikale jedoch nach kurzem stoppte. Die Parade war von den Behörden nicht genehmigt worden.

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