Honorarstreit
Ärzte werfen Kassen den Fehdehandschuh hin

Obwohl die Krankenkassen auf einem Geldpolster hocken, wollen sie den niedergelassenen Ärzten die Honorare kürzen. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery droht mit Protestaktionen - bis hin zum Streik.
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FrankfurtIm Honorarstreit mit den Krankenkassen droht Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery mit Protestaktionen und Praxisschließungen der niedergelassenen Mediziner. "Am Ende wird es einen Streik geben, wenn es nicht zu einer einvernehmlichen Lösung kommt", sagte Montgomery der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut Vorabbericht. Der Unmut sei sehr groß.

Montgomery sagte, wenn man in Nachverhandlungen kein besseres Ergebnis erreiche, werde der Streik am Ende der Eskalation stehen. Am morgigen Samstag findet eine Sondervollversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung statt.

Grund ist der Schlichterspruch des Erweiterten Bewertungsausschusses, nach dem die Ärzte nächstes Jahr 270 Millionen Euro mehr bekommen sollen. Der GKV-Spitzenverband wollte die Gesamtvergütung für niedergelassene Ärzte um 2,2 Milliarden Euro kürzen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verlangte dagegen, die Zuweisungen um 3,5 Milliarden Euro anzuheben.

Der Bewertungsausschuss besteht aus Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Honorarstreit: Ärzte werfen Kassen den Fehdehandschuh hin"

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  • @ margrit117888,
    da es keinen Sinn macht gegen Windmühlenflügel zu kämpfen hat sich meine Reaktion erledigt.
    Wenn das was Sie sagen richtig ist, hat mich das BMG und eine Krankenklasse belogen, was ich allerdings bezweifle.

  • MaWo
    Wenn ich ein ganzes Veirteljahr niht zu mienm Arzt geh, bekommt er auch kein Geld.
    Was Sie sagen ist Unsinn.
    Außerdem zieht die Kasse kein Geld ein, sodner das Geld fließt in den unsinnigen Gesundheitsfond, den Merkel und Ulla Schmidt instaliertahben, weil er eigentlich der Beginn der DDR-Staatsmedizin sein sollte.
    Der Fond wird von unsrem Beitrag finanziert, also Vorstände etc.
    Die KV prüft die Kassenabrechungen dr Ärzte und teilt das Geld zu, aber wie gesagt, nicht für Nichtleistung
    Hat ein Arzt zu viel getan, was nicht im Regelsatz enthalten ist, bekommt er auch Abzüge.
    Dis sagt Ihnen eine Mitarbeiterin dieses Systems

  • nanoflo
    ich möchte keine Ärzte aus Indien oder sonstwo, wo ich nicht weiß, wie deren Ausbildung wirklich war.
    Und glaube mir, schmarotzen tun unsre Ärzte nicht.
    Die Praxis muß unterhalen werden, die Helferinnen bezahlht werden usw.
    Im übrigen bekommen unsre Ärzte oft genug noch Strafzahlungen von Kassen aufgebrummt, wenn sie ihr Budget überschritten haben, weil sie Dir vielleicht eine Krankengymnastik zu viel verschrieben haben usw.
    Also mah mal halblang
    Ein Arzt hat eine hohe Verantwortung, ein langes Studium und soll und muß auch dementsprechend verdienen.
    Er muß im Wechsel mit den Kollgen in der Stadt ab abends und am Wochenende Notdienst fahren usw.
    In England vedienen die Ärzte das Doppelte bis z. T. das Dreifache
    Das Geld wäre auch vorhanden, es wird nur falsch ausgegeben.
    Weiß Du, wieviel Geld Dein Husarzt für Dich im Quartal erhält? Egal wie oft Du kommst?
    Es sind erzeit co ca. 38 €. Wohlgemekrt im ganzen Quartal.
    Denke also mal darüber nach ehe Du rumschreist.
    Hast Du schon mal was von den fleigenden Ärzten gehört?
    Das sind Ärzte von uns die am Wochenende nach England fliegen, dort Dienst tun und an einem Wochenende bestens verdienen.

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