Horrende Summen
Müntefering will Vorstandsgehälter begrenzen

Vize-Kanzler Franz Müntefering hat sich für eine Begrenzung der Vorstandsgehälter ausgesprochen. Es müsse nicht nur über Mindestlöhne, sondern auch über Maximallöhne geredet werden, forderte er auf dem Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) im spanischen Sevilla.

HB SEVILLA. Müntefering verwies auf die horrenden Managergehälter, die nicht selten um das 1000-fache höher lägen als bei normalen Beschäftigten. Das müsse eine Grenze haben, verlangte der SPD-Politiker. Nach seinen Worten müssen die demokratischen Parteien gemeinsam mit den Gewerkschaften verstärkt dafür kämpfen, „dass Geld allein nicht die Welt regiert“. Der internationalen Finanzindustrie mit ihren ungehemmten Geldströmen dürfe nicht allein das Feld überlassen werden.

Auf dem Kongress will der Europäische Gewerkschaftsbund ein Signal für ein soziales Europa setzen. Ein Schwerpunkt ist eine europäische Lohnpolitik. Müntefering sagte, nicht nur in Deutschland sondern in der ganzen EU gehe es darum, zu Mindestlöhnen zu kommen. Wer jeden Tag zur Arbeit gehe, müsse von seinem Einkommen auch leben können. Auch am Ziel der Vollbeschäftigung in Europa müsse festgehalten werden. Der 1973 gegründete EGB vertritt 77 nationale Gewerkschaftsbünde aus 35 Ländern mit insgesamt 60 Millionen Mitgliedern. In Sevilla wurde die Schwedin Wanja Lundby-Wedin zur neuen Präsidentin gewählt.

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