Horrorbilder auf Zigarettenschachteln Schock für Raucher

Seit Freitag müssen Schockbilder auf Zigarettenpackungen gedruckt werden – ein Eilantrag beim Verfassungsgericht dagegen scheiterte. Bis Raucher den Anblick der Packungen ertragen müssen, wird es aber wohl noch dauern.
Der Eilantrag eines Unternehmens gegen die neuen Schachteln vor dem Bundesverfassungsgericht ist gescheitert. Quelle: dpa
Schockbilder auf Zigarettenpackungen

Der Eilantrag eines Unternehmens gegen die neuen Schachteln vor dem Bundesverfassungsgericht ist gescheitert.

(Foto: dpa)

KarlsruheDas Bundesverfassungsgericht hat eine einstweilige Anordnung gegen Schockbilder auf Zigarettenschachteln abgelehnt. In einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung wies das Gericht den Eilantrag eines mittelständischen Unternehmens ab. Somit müssen die Hersteller ab Freitag als Abschreckung gedachten Bilder auf Zigaretten- und Tabakpackungen anbringen. Altbestände ohne Fotos dürfen jedoch noch ein Jahr in den Handel kommen. Auch das Verbot von Mentholzigaretten kann umgesetzt werden. Hier gilt allerdings eine Übergangsfrist bis 2020.

Ein Familienunternehmen mit 142 Mitarbeitern hatte gegen die neuen Regelungen Verfassungsbeschwerde eingelegt und wollte ihr Inkrafttreten zusätzlich durch einen Eilantrag verhindern. Eine einstweilige Anordnung wurde aber von einer Kammer des Ersten Senats einstimmig abgelehnt.

Zur Begründung heißt es, das Unternehmen habe keine irreparablen, „an die Schwelle der Existenzbedrohung heranreichenden“ Nachteile für die Tabakbranche dargelegt. Andererseits diene das Gesetz dem Gesundheitsschutz und solle den europäischen Binnenmarkt harmonisieren. Dies seien gewichtige Ziele. Die Abwägung ergebe daher, dass die Regelungen nicht im Eilverfahren außer Kraft zu setzen seien.

Von Bedeutung war für die Bundesverfassungsrichter auch, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Tabakrichtlinie gebilligt hat. Das deutsche Gesetz setzt diese Richtlinie um. Ein vorläufiger Stopp komme deshalb „allenfalls in besonderen Ausnahmefällen“ infrage, erklärte das oberste deutsche Gericht.

In diesen Berufen wird am meisten gequalmt
Frauen Platz 5: Gästebetreuung
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Zwei von fünf Frauen in der Gästebetreuung rauchen gerne mal eine Zigarette zwischendurch (42,1 Prozent). Die Zahlen stammen aus dem Tabakatlas 2015, einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Erwerbstätige Frauen rauchen deutlich weniger als ihre männliche Kollegen: Nur 42,7 Prozent greifen zur Zigarette (Männer: 55,8 Prozent).

Frauen Platz 4: Malerinnen und Lackiererinnen
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Minimal häufiger als Kellnerinnen greifen professionell malende Frauen zum Glimmstängel (42,6 Prozent). Generell haben Akademikerinnen eine niedrigere Raucherquote als Frauen mit geringerer Bildung. Nur jede sechzehnte Apothekerin und jede zehnte Ärztin rauchen. Zum Vergleich: Über 40 Prozent der Helferinnen in der Krankenpflege und Altenpflegerinnen qualmen am Glimmstängel.

Frauen Platz 3: Wächterinnen und Aufseherinnen
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Wer die ganze Zeit nur rumsteht und auf Dinge aufpasst, der ist froh, wenn er – oder besser gesagt sie – sich ab und zu eine Zigarette anzünden kann. 47 Prozent der Wächterinnen und Aufseherinnen rauchen.

Frauen Platz 2: Berufskraftfahrerinnen
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Jede zweite Berufskraftfahrerin raucht (49,4 Prozent). Damit liegt sie deutlich vor Berufen wie Ingenieurin (acht Prozent), Gymnasiallehrerin (10,8) oder Maschinenführerin (40,5).

Frauen Platz 1: Werk-, Personenschützerinnen und Detektivinnen
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Bei der rauchenden Personenschützerin oder Detektivin bleibt sicher nichts im Nebel. Zumindest im übertragenen Sinn. 50,5 Prozent greifen zur Zigarette. Das Bild zeigt Angela Merkel mit einer Personenschützerin.

Platz 5 Männer: Hotel- und Gaststättenkaufleute
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Mehr als die Hälfte, 52,9 Prozent aller Wirte und Hoteliers konsumieren die Glimmstängel. Auf den unteren Plätzen folgen Gästebetreuer (52,2 Prozent), Tiefbauberufe (52,1), Bauhilfsarbeiter (51,5) sowie Maler und Lackierer (51,3).

Männer Platz 4: Transportgeräteführer
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Ein Transportgeräteführer steuert zum Beispiel Stapler, Kräne oder Aufzüge. Ob 53,8 Prozent der Kranführer nur in der Pause oft rauchen oder auch in der Kabine am Glimmstängel ziehen, wurde übrigens nicht erfasst.

  • rtr
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