Horst Seehofer CSU-Chef sieht „massenhaften Asylmissbrauch“

In der Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen geht Horst Seehofer seinen Bundespräsidenten Joachim Gauck hart an: Großherzigkeit sei angesichts des „massenhaften Asylmissbrauchs“ nicht angebracht, so der CSU-Chef.
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Ende 2013 schaffte Bayern Lebensmittelpakete für Flüchtlinge ab. Angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme schlägt CSU-Chef Horst Seehofer vor, sie wieder einzuführen. Quelle: dpa
Rückkehr der Lebensmittelpakete?

Ende 2013 schaffte Bayern Lebensmittelpakete für Flüchtlinge ab. Angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme schlägt CSU-Chef Horst Seehofer vor, sie wieder einzuführen.

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BerlinCSU-Chef Horst Seehofer hat mit scharfen Äußerungen über Flüchtlinge und Kritik an Bundespräsident Joachim Gauck Empörung bei Grünen und der Linken provoziert. Seehofer prangerte im „Münchner Merkur“ vom Donnerstag „massenhaften Asylmissbrauch“ an. Zudem wies Bayerns Ministerpräsident Gaucks Mahnung an die Deutschen zurück, als Lehre aus der Vertreibung im Zweiten Weltkrieg die Flüchtlinge von heute großherziger aufzunehmen.

„Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Heimatvertriebenen, dass sie solche Vergleiche nicht gerne hören“, sagte Seehofer der Zeitung. Auch sei die Situation in der aktuellen Flüchtlingspolitik nicht mit der Lage im Zweiten Weltkrieg vergleichbar. „Die Ursachen sind jetzt andere, jetzt geht es auch um massenhaften Asylmissbrauch. Ich finde diese Diskussion nicht angezeigt“, sagte Seehofer an die Adresse des Staatsoberhaupts.

Unternehmen profitieren von Asyl-Azubis

Gauck hatte am Samstag am ersten deutschen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung gesagt, „die Schicksale von damals und die Schicksale von heute“ gehörten „auf eine ganz existenzielle Weise“ zusammen.

Die Äußerungen Seehofers riefen heftige Kritik der Grünen und der Linken hervor. „Seehofer betreibt billigen Populismus auf dem Rücken von Flüchtlingen“, sagte die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt. Die Kritik am Bundespräsidenten sei außerdem deplatziert. „Vertriebene und Flüchtlinge verbindet, dass niemand seine Heimat freiwillig verlässt“, sagte sie.

Auch der Vizechef der Linksfraktion, Jan Korte, ging hart mit dem CSU-Chef ins Gericht: „Seehofers Hetze ist weder christlich noch sozial, sondern einfach nur zynisch und ätzend“, erklärte er.

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10 Kommentare zu "Horst Seehofer: CSU-Chef sieht „massenhaften Asylmissbrauch“"

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  • Was der Bundespfaffe da von sich gegeben hat ist an, man muß schon sagen Dummheit nicht zu überbieten. Vergleicht die gewaltsame Vertreibung vor 70 Jahren durch Ausländer, die, wenn auch irgend wie ein wenig verständlich durch die voran gegangenen Taten der Nazi's hervor gegangen, mit den Masseneinwanderungen der zu meist Wirtschaftsflüchtlingen aus total anderen und uns auch zu Teil feindlich gesonnenen Kulturen für ein besseres Leben.

    Der Vergleich von Äpfel und Birnen ist auch dem Bundespfaffen total mißlungen.

  • Der Vergleich von Wirtschafts"flüchtlingen" (etwas Anderes ist das nicht, was wir da täglich sehen!) mit Deutschen, die aus Schlesien, Pommern, Ostpreußen usw. nach Westdeutschland geflüchtet sind, ist so etwas von dämlich, daß er erst mal sprachlos macht! Hält der die Leute wirklich für so bescheuert?

  • Das fällt ihm jetzt erst auf? Auch die CSU hat doch jahrelang alles mitgemacht, was dem Land massiven Schaden zufügt. Die Politik bricht ihre eigenen Gesetze und jeder weiß es. Aber wenigstens traut sich mal ENDLICH jemand, aus der Phalanx der applaudierenden Schwachköpfe rauszutreten! Und gleich wird er von Anderen zurechtgestutzt. Die sollen bloß aufpassen!

  • Recht hat er ja - die Politiker weigern sich fortgesetzt, den von ihnen geschaffenen Gesetzen Folge zu leisten.
    Das empört die Menschen - nicht der Zustrom der Ausländer.

  • Was für ein Vergleich!? Der Gauck soll endlich mal das Maul ... ! Syrer, Afghanen, Iraker, Georgier, Schwarzafrikaner sind bei leibe KEINE Ostpreußen, Schlesier, Sudeten, Donauschwaben ....

  • CSU-Chef sieht „massenhaften Asylmissbrauch“

    Der Typ ist ein Schnellmerker, na ja, was sind schon 30 Jahre oder noch länger?

  • "Gauck hatte am Samstag am ersten deutschen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung gesagt, „die Schicksale von damals und die Schicksale von heute“ gehörten „auf eine ganz existenzielle Weise“ zusammen."

    70 Jahre nach Begin der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen Ost- und Siedlungsgebieten wird "plötzlich ein "Gedenktag" eingeführt.

    Der der Vergleich des Herrn Gauck der heutigen Sozialeinwanderer mit den damaligen Vertriebenen spricht Bände über die "Denke" der Elite in diesem Land- unglaublich was sich dieser Herr erlaubt.

    „Lebensmittelpakete sind entmüdigend und teuer“

    Die wirklich Vertriebenen waren 1945 froh, wenn Sie, nach dem Verlust der Heimat, wenigstens mit dem Leben davon gekommen waren und einigermaßen den Bauch voll bekamen.

    Die heutigen "Flüchtlinge" beschweren sich dagegen über Unterkunft und Verpflegung?
    Die links-grünen Gutmenschen stehen natürlich sofort an vorderer Front um diese "Mißstände" unverzüglich und "empört" anzuprangern.

    Verkehrte "bunte" Welt - es ist zum xotzen....

  • Man kann nur hoffen, dass Seehofer nicht wieder umkippt.
    Dieses ganze Asyl-Theatr wird nicht mehr lange gut gehen.
    Es wird in Deutschland enorme Bürgerkriege geben
    Übrigens wurde dies von der CIA schon vorausgesagt ab 2020.
    Ich gla<ube aber, so lange wird es nicht mehr dauern

  • Dass "Drehhofer" sich nicht scheut, die AfD für solche Äußerungen als populistisch zu verunglimpfen, soll mal dahingestellt bleiben. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass das Aussprechen der Wahrheit hierzulande von den Grünen und Linken derart reflexartig als "populistisch" verteufelt wird. Fakt ist, dass angesichts der Anerkennungsquoten nur eine kleine Minderheit tatsächlich Anspruch auf Asyl hat und somit die große Mehrheit dieses Asylrecht "missbraucht". Es ist einfach nur ein Türöffner, um sich auf Kosten der Steuerzahler durch die Instanzen zu prozessieren und damit jahrelang in diesem Land bleiben zu können. Eine Abschiebung für abgelehnte Asylbewerber findet so gut wie nicht statt. Die Grünen und Linken gebärden sich nur deshalb so vehement als Interessensvertreter für diese Klientel, weil dieser inzwischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit nachgeworfen wird und sie sich davon größere Wahlerfolge versprechen. Ganz abgesehen von der "Asyl-Industrie", die an den Hunderttausenden von Asylbewerbern, die jedes Jahr nach Deutschland strömen, sehr gut verdienen. Es ist hierbei also sehr viel Eigennutz und Verlogenheit auf Seiten der sog. "Gutmenschen" im Spiel.

  • So ganz langsam merken die Blockparteien das sie es übertrieben haben. Nun da alle Schleusen geöffnet sind und im Mittelmeer sogar ein Abholservice für Wirtschaftsflüchtlinge durch die Marine eingerichtet wurde kriegen die Politikkasper Angst vor dem Wähler. Konnte man eine Zeit lang Kritiker noch als Nazi usw. beschimpfen funktioniert das nun nicht mehr.
    In der Wahlkabine wird es sich zeigen, ich freue mich darauf, dort kann man ja noch im Geheimen sein Kreuzlein machen, und das werden viele bei der AfD.
    Sie muss dafür eigentlich gar nicht viel tun. Die "Flüchtlinge" müssen nur weiterhin kommen.

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