Horst Seehofer „Multikulti ist tot“

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat an die Pflicht hier lebender Ausländer erinnert, sich zu integrieren. „Multikulti ist tot“, sagte er. Beim Thema Zuwanderung müssten zudem die Sorgen und Probleme der Bürger ernst genommen werden.
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Horst Seehofer strebt nach eigener Aussage keinen "Rechtsdrall" der Union an. Quelle: DAPD

Horst Seehofer strebt nach eigener Aussage keinen "Rechtsdrall" der Union an.

HB POTSDAM. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat die in Deutschland lebenden Ausländer zur Integration aufgefordert. Die hier lebenden Menschen müssten sich zur deutschen Leitkultur bekennen, sagte er am Freitag beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Potsdam. Dies bedeute christliche Werte zu achten. Dabei sei es die wichtigste Aufgabe sich zu qualifizieren und zu integrieren. „Wir wollen nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden“, sagte Seehofer und erinnerte an den Zustrom von Asylbewerbern Ende der 80er Jahre. Ohne Beherrschung der deutschen Sprache sei Integration kaum möglich.

Die Delegierten bestätigten ihren Vorsitzenden Philipp Mißfelder für zwei weitere Jahre im Amt. Er erhielt 219 von 285 abgegeben gültigen Stimmen, rund 77 Prozent. 64 Delegierte stimmten mit Nein.

Mißfelder hatte als einziger für das Amt kandidiert, das er bereits seit 2002 hat. Regulär wird alle zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt. Mißfelder gehört dem Bundestag an und ist außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.

„Multikulti ist tot“, sagte Seehofer. Beim Thema Zuwanderung müssten zudem die Sorgen und Probleme der Bürger ernst genommen werden. Seehofer hatte sich in den vergangenen Tagen massive Kritik mit einem Interview zum Thema Integration eingehandelt. Darin hatte er gesagt, Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern täten sich schwerer bei der Integration.

Mißfelder begrüßte, dass Seehofer mit den Aussagen wieder die Lufthoheit über deutsche Stammtische gewonnen habe und das Feld nicht Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin und seinen Integrationsthesen überlassen werde. Außerdem kündigte er einen Konfrontationskurs mit den Grünen an. „Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Partei, ohne Zukunftsperspektiven“, betonte er. „Wir müssen zeigen, dass sie nicht in der Lage sind, Regierungsverantwortung zu übernehmen“, sagte Mißfelder.

Die Delegierten der rund 125 000 Mitglieder zählenden CDU/CSU- Nachwuchsorganisation werden bis zum Sonntag beraten. Themen sind unter anderem Zuwanderung, Familienpolitik und eine schärfere Abgrenzung der Union von den Grünen. An diesem Samstag spricht Kanzlerin und Parteichefin Angela Merkel. Erwartet wird auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.

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11 Kommentare zu "Horst Seehofer: „Multikulti ist tot“"

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  • @Multikulti so wie esperanto hat es sie nie gegeben.Was es abe real gibt ist ein system am ende,und der zwang sich darauf einzustellen ist gross.nicht die nationen sind das problem,nur die an die wand gefahrene soziale marktwirtschaft ist duch brutalle ausbeutung daran beteiligt sich zu verabschieden,was bleibt ist ein grosser haufen schulden.und fehlende perspektiven um sie durch wachstum in den griff zu bekommen.also öffnen wir die schleusen der geldsegen prasselt auf uns nieder und siehe da die zukunft ist rosarot.bis auf die winzige hyperinflation die dann folgt.gut das es waffen gibt so können wir die kunjunktur ja auch ankurbeln.Seehofer mag recht haben,ist aber nicht so wichtig.

  • Seehofer hat Recht, und Jeder weiss es. Die Wahrheit darf in unserem Gutmenschen-Gottesstaat aber erst seit Kurzem - klein dosiert - ausgesprochen werden, Der Meinungsfreiheit musste zunächst durch Sarrazin eine bresche geschlagen werden. Danke den ehrlichen Vorreitern !

  • Der Seehofer quatscht was von deutscher Leitkultur und christlichen Werten. Was darunter zu verstehen ist, das erhlärt der natürlich nicht. Wenn ich mir den Seehofer so ansehe, dann gehe ich davon aus, dass der darunter versteht mit der Sekretärin zu schlafen und ein uneheleiches Kind zu zeugen. Das Kind kann nun ja nichts dafür dass es so ein Vater hat. Tja, und dann wird Seehofer gebeichtet haben und alles ist wieder in Ordnung. Oder sind die christlichen Werte die vielen Mißbrauchsfälle in der katholischen Kirche die die am liebsten unter den Tisch kehren würde.
    Wer moralisch so angeschlagen ist wie dieser Mensch der sollte gefälligst seinen Schnabel halten.

  • Warum habe ich das alles nicht schon vor einem Jahr gehört ?

  • Wir bitten das "Handelsblatt", die ihnen längst übersandte Gesamt-Version unseres Kommentars nicht zu blockieren! bP und Freunde

  • „Multikulti ist tot“? Demokratie aber auch und das erkannte vor über 2500 Jahren schon Platon:

    „Der jugendfrohe Anfang der Tyrannei“ aus Politeia

    Wohlan mein lieber Freund, wie steht es mit der Diktatur? ist es nicht so, daß sich die Demokratie selber durch eine gewisse Unersättlichkeit in der Freiheit auflöst ?
    Wenn sich Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen, wie sie wollen und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten, ein Wort zu reden; oder wenn Söhne schon sein wollen wie die Väter, also ihre Eltern weder scheuen noch sich um ihr Wort kümmern, sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbstständig zu erschein. Und auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern und schmeicheln ihnen lieber, statt sie mit starker Hand auf einen geraden Weg zu führen, so daß die Schüler sich nichts mehr aus solchen Lehren machen.
    Überhaupt sind wir schon so weit, daß sich die jüngeren den Älteren gleichstellen, ja gegen sie aufstehen in Wort und Tat, die Alten aber setzen sich unter die Jungen und suchen sich ihnen gefällig zu machen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie ja nicht den Anschein erwecken, als seien sie Spielverderber und auf Autorität versessen.
    Auf diese Weise werden die Seele und Widerstandskraft aller Jungen allmählich mürbe. Sie werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen, wenn man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt.
    Am Ende verachten sie auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts mehr als Herr über sich anerkennen wollen, -und das ist der jugendfrohe Anfang der Tyrannei."
    So ist es: Deutschland schafft sich in dreierlei Hinsicht ab, wenn man die Verblödung noch hinzu zählt!

  • Seehofer macht mir weniger Sorge als La Merkel, die verkündete, "wer das christliche Menschenbild nicht akzeptiere, gehöre nicht in unsere Gesellschaft". Das ist schon ziemlich starker Tobak aus dem Kanzleramt und könnte ihr schaden.

  • Zitat Seehofer: "Außerdem müsse man beim Kampf gegen den Fachkräftemangel zunächst auf die Qualifizierung der Arbeitslosen setzen, bevor man zusätzlich Leute aus aller Herren Länder hole."

    in Deutschland gibt es eine Menge Arbeitslose bzw. nicht adequat beschäftigte, die man bereits als hochqualifiziert bezeichnen kann. Es wäre an dieser Stelle vielleicht angebracht, wenn sich die human resources Manager grösserer Unternehmen dazu herablassen, auch 40-jährigen ingenieuren nochmal eine Chance zu geben und wenn sie erkennen, dass jemand nicht von vorneherein ungeeignet ist, nur weil er zwei-drei Monate Einarbeitung benötigt. Leider geht es vielen Firmen in erster Linie darum, die Gehälter der Facharbeiter und ingenieure noch weiter zu senken und dafür benötigen sie zwei Zutaten: eine Menge technischer Fachkräfte, die verzweifelt Arbeit suchen und eine ebenso grosse Menge asiatischer billiglöhner, die in der Zeitarbeitsindustrie verheizt werden.
    Leider können die meisten MbA-ler nur Kosten senken, um ihre eigenen boni noch weiter zu erhöhen, von innovation verstehen sie nicht viel, das ist für sie nur ein bilanzieller Risikofaktor.
    Good bye "Made in Germany", deutsche Manager rationalisieren dich weg :(

  • @Mischael, na blödsinn ist das sicher nicht, ich als Student mit niedrigem Einkommen bin gezwungen in einem sog. Problemviertel zu wohnen, ich und viele Andere hier im Wohnheim sind keine "Geburtsdeutschen" haben aber unter dem sozialen und kulturellen Umfeld hier ebenso sehr zu leiden. ich erspare ihnen mal die Details. ich weiß nicht wo und unter welcher Käseglocke Sie leben, aber kommen Sie gerne Mal nach Mannheim-Jungbusch, dann zeige ich ihnen eine Welt wie sie ihnen ganz sicher nicht gefällt und anscheinend nicht für möglich halten das eine solche existiert. Recht gebe ich ihnen allerdings damit, dass populistische Sprüche uns hier nicht weiterhelfen, das Problem als solches sollte man aber benennen dürfen. Und ja, aus eigener Erfahrung kann ich sagen das bildung und Religiosität wohl tendenziell eher negativ korrelieren, die Kommilitonen die mit mir studieren und türkische Wurzeln haben sind allesamt weniger gläubig (Klar, Ausnahmen gibt es immer, aber die Tendenz ist eindeutig). Also mein Tipp: gehen, besser wohnen, Sie mal da wo's brennt, es eröffnen sich einem ganz neue Einsichten ;-) Viele Grüße aus dem schönsten Viertel der Stadt, balázs

  • Lieber Mischael,
    wenn Sie sich mal genauer mit dem islam beschäftigen, werden Sie feststellen, welche dumme und gefährliche ideologie das ist. Spätestens, wenn ihnen verboten wird, Schweinefleisch zu essen oder zu heiraten, wen Sie wollen, werden Sie erkennen, dass die CSU sehr recht hat, gegen die Utopie Multikulti und die bemühungen, den islam in Deutschland zu "integrieren" zu sein. Wie Sie so schön sagen, Religion ist Religion, und meiner Meinung nach sollte sie auch Privatsache sein: aber je mächtiger der islam hier wird, umso mehr wird er Politik werden, und die ganze Aufklärung der letzten Jahrhunderte war umsonst. Den meisten ist anscheinend nicht im entferntesten bewusst, welche Gefahr der islam darstellt.

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