Huber arbeitet an Konzept für ein zweistufiges Verfahren
IG-Metall-Vize plant grundlegende Reform des Tarifsystems

IG-Metall-Vize Huber macht sich für eine Reform des Tarifsystems stark. Ein zweistufiges Verfahren solle der Tatsache Rechnung tragen, dass sich die wirtschaftliche Lage der Betriebe immer stärker unterscheide.

HB BERLIN. Der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hat nach dem Abschluss bei Volkswagen eine grundlegende Reform des Tarifsystems angeregt. Die Gewerkschaft müsse berücksichtigen, dass sich «die wirtschaftliche Situation der Metallbetriebe immer stärker unterscheidet», sagte Huber dem «Spiegel». Manche Unternehmen führen «satte Gewinne ein», zugleich steckten andere in Schwierigkeiten. Darauf müsse die Tarifpolitik reagieren, so Huber.

Die IG Metall wird dem «Spiegel»-Bericht zufolge deshalb prüfen, ob sie der veränderten wirtschaftlichen Lage mit einem zweistufigen Tarifverfahren Rechnung tragen soll. Huber wolle ein Konzept in den nächsten Monaten vorlegen, so das Magazin. Dabei legen Arbeitgeber und Gewerkschaften die Höhe der Lohnrunde wie bisher in zentralen Verhandlungen für die Gesamtbranche fest. Ein Teil des Abschlusses aber soll künftig «auf Betriebsebene ausgestaltet werden», sagte Huber dem Blatt.

Betriebsleitungen und Arbeitnehmervertreter könnten so vor Ort entscheiden, ob sie die ausgehandelte Summe als Lohn auszahlen, für die Altersvorsorge zurücklegen oder bei schwieriger Geschäftslage möglicherweise auch kürzen wollen, berichtete der «Spiegel» weiter. Ob eine solche Reform in der IG Metall indes eine Mehrheit findet, sei keineswegs sicher.

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