"Ich denke nicht an Rücktritt"
Gerster spricht von "inszenierter Medienkampagne"

Der in die Kritik geratene Chef der Bundesanstalt für Arbeit wehrt sich gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Millionen-Honorar für einen Medienberater.

FRANKFURT/MAIN. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Florian Gerster, wehrt sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem umstrittenen Millionen-Honorar für das Unternehmen WMP EuroCom AG und hat Rücktrittsforderungen zurückgewiesen . „Solange ich den Eindruck habe, dass ich Rückendeckung in der BA und in der Regierung habe, denke ich nicht an einen Rücktritt“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Es handele sich um eine „inszenierte Medienkampagne“.

Die Bundesanstalt hat WMP für ein Honorar von rund 500 000 € in diesem und rund 800 000 € im kommenden Jahr beauftragt, die Kommunikationsabläufe und die Öffentlichkeitsarbeit der Behörde umzustrukturieren. Dazu stellt die BA zusätzlich 25 Mill. € für eine Imagekampagne bereit, um den Umbau in der Öffentlichkeit zu begleiten.

Gerster nannte diese Summe „bescheiden“ angesichts der Größenordnung der Institution. Die Kampagne sei nötig, um den neuen Namen der Bundesanstalt, die neuen Instrumente und den virtuellen Arbeitsmarkt der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Im Kern steigere die Behörde ihre Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit nicht.

Auch den Vorwurf, die Auftragsvergabe habe gegen EU-Recht verstoßen, weil zuvor keine Ausschreibung stattgefunden hatte, wies Gerster zurück. Es habe sich um eine Eilvergabe gehandelt. Die Bundesanstalt sei in einem „extrem negativen Meinungsumfeld, was Marketing und Kommunikation nach innen und außen angeht“, gewesen. „Dies musste man unverzüglich anpacken“, sagt Gerster.

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