Ifo-Studie
Lebensstandard der Ostdeutschen deutlich gewachsen

Im Jahr 20 nach der Wiedervereinigung ist der Lebensstandard der Ostdeutschen laut einer Studie des Ifo-Instituts deutlich gewachsen. Das zeige sich demnach insbesondere bei der Entwicklung der Löhne und der Renten, in der Wirtschaftsleistung sowie in der medizinischen Versorgung und in der Bildung.
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HB BERLIN. Der Lebensstandard der Ostdeutschen hat sich nach einer Studie des Dresdner Ifo-Instituts seit der Wiedervereinigung deutlich erhöht. Die am Sonntag von der Zeitschrift "Super Illu" veröffentlichte Erhebung im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft kommt zu dem Schluss, dass die anfänglichen Erwartungen über die Schnelligkeit des Aufholprozesses in den neuen Ländern zwar nicht erfüllt worden seien, gleichwohl sei man den Zielen aber "schon recht nahe gekommen".

Das zeigt sich den Angaben zufolge insbesondere bei der Entwicklung der Löhne und der Renten, in der Wirtschaftsleistung sowie in der medizinischen Versorgung und in der Bildung. Demnach hat sich der Ost-West-Abstand bei den Bruttolöhnen in den vergangenen rund 20 Jahren deutlich verringert. Im Jahr 1991 hätten die Ost-Gehälter durchschnittlich nur 57 Prozent des West-Niveaus betragen, heute seien es 83 Prozent, so die Studie.

Allerdings sei die Ost-Westangleichung im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor weiter fortgeschritten als im Verarbeitenden Gewerbe. Die Rentner in den neuen Ländern erhielten heute im Schnitt mit monatlich 810,92 Euro eine deutlich höhere Altersversorgung als die im Westen (697,53 Euro im Jahr 2008).

Das Nettogeldvermögen der ostdeutschen Haushalte ist der Studie zufolge im Schnitt von 10 900 Euro auf 26 700 Euro im Jahr 2008 gestiegen. Das entspricht 53 Prozent des Westniveaus gegenüber 35 Prozent nach dem Ende der DDR.

Das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) je Einwohner ist den Angaben zufolge in Ostdeutschland seit 1991 um 100 Prozent angewachsen - von 9 751 Euro auf 19 500 Euro im Jahr 2009. In Westdeutschland stieg das BIP je Einwohner im gleichen Zeitraum nur um zwölf Prozent. Allerdings gebe es absolut betrachtet noch ein deutliches West-Ost-Gefälle, hieß es.

Einen gewaltigen Sprung machte auch die Produktivität der Wirtschaft Ost: 1991 waren noch 77,2 Arbeitsstunden nötig, um 1000 Euro Wirtschaftsleistung zu erreichen. Heute sind es nur noch rund 29 Stunden.

Auch die medizinische Versorgung in Ostdeutschland hat sich den Angaben zufolge insgesamt deutlich verbessert. Kamen statistisch in der Wendezeit 246 Ärzte auf 100 000 Einwohner, so sind es heute 348 Mediziner. Dieser Entwicklung sowie den besseren Umweltbedingungen sei es zu verdanken, dass die Lebenserwartung in den neuen Ländern um rund sechs Jahre gestiegen sei, heißt es in der ifo-Studie.

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  • Wer die "DDR" noch kannte und die Jahre nach der Revolution, der erkennt Die östlichen bundesländer kaum wieder. Was auf Anhieb auffällt: Die wunderschönen alten Städte. Aber auch Dresden ist wieder eine Perle geworden. Gäbe es heute die "DDR" noch, wäre Ödnis und Armut die Realität. Helmut Kohl hatte recht, mit dem was er sagte und tat! Damit steht er in der Reihe: bismarck, Adenauer, Kohl.

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