IG Metall kündigt harte Tarifrunde an
Große Koalition für Sparbeitrag von VW-Vorstand

Politiker von SPD und Union haben den Vorstand des Automobilkonzerns VW im Vorfeld der Tarifverhandlungen aufgefordert, mit Gehaltskürzungen selbst einen Beitrag zu den von den Beschäftigten verlangten Einsparungen zu leisten.

HB BERLIN. „Gehaltskürzungen sollten kein Tabu sein. Wer von Mitarbeitern verlangt, den Gürtel enger zu schnallen, sollte mit gutem Beispiel voran gehen“, forderte CSU-Generalsekretär Markus Söder in der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe). Den stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Müller zitierte die Zeitung mit den Worten: „Wenn alle gemeinsam die schwere Situation meistern sollen, muss das auch für die Vorstände gelten - und zwar nicht nur mit Alibi-Beträgen.“

Europas größter Autohersteller hatte am Montag angekündigt, er wolle die Personalkosten in den kommenden sechs Jahren um zwei Milliarden Euro senken und aus dem Haustarif aussteigen. Die 103 000 Beschäftigten der westdeutschen Werke sollten für zwei Jahre bei Lohn und Gehalt Nullrunden hinnehmen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. Die IG Metall kündigte dagegen eine harte Tarifrunde an und erklärte, falls VW bei seinen Forderungen bleibe, werde es eine „sehr konfliktträchtige“ Tarifrunde geben. Der Haustarif sichert den rund 103 000 Beschäftigten der westdeutschen Werke - konzernweit hat VW in Deutschland 176 000 Mitarbeiter - Einkommensvorteile von bislang elf Prozent im Vergleich zur deutschen Konkurrenz und von 20 Prozent gegenüber der übrigen Metallindustrie. Die Tarifverhandlungen beginnen Mitte September.

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