IG Metall
Schmerzhafte Warnstreiks angekündigt

Die IG Metall droht mit Arbeitsniederlegungen, die „wehtun“ sollen und werden. Es werde in der kommenden Woche zu einer „massiven Welle“ von Warnstreiks kommen.

HB STUTTGART/FRANKFURT „In mehr als 400 Betrieben allein im Südwesten wird es Aktionen geben“, sagte der dortige IG-Metall-Bezirksleiter, Jörg Hofmann, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Zehntausende werden die Arbeit niederlegen, und zwar nicht nur für ein paar Minuten.“ Er bekräftigte: „Unsere Warnstreiks sollen weh tun. Und das werden sie auch.“

Das „völlig unzureichende Angebot“ der Arbeitgeber passe nicht in die Landschaft, sagte er weiter. „Der Wirtschaft geht es blendend. Ökonomen wie die Regierung haben die Wachstumsprognose deutlich erhöht. Jetzt verlangen die Arbeitnehmer mit vollem Recht ihren Anteil am Aufschwung.“ Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent höhere Einkommen. Die Arbeitgeber bieten 2,5 Prozent mehr Geld und einen einmaligen Konjunkturbonus von 0,5 Prozent.

Die Tarifrunde am 3. Mai im Südwesten sei die letzte Möglichkeit für ein Ergebnis, sagte Hofmann: „Bewegen sich die Arbeitgeber immer noch nicht, bleiben uns nur Urabstimmung und Streik“. Ein weiteres Drohmittel habe die Gewerkschaft in der gegenwärtigen konjunkturellen Lage: „In vielen Betrieben reicht es schon aus, wenn die Beschäftigten so arbeiten wie vorgeschrieben und nicht massenhaft Überstunden klopfen.“

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