IG Metall

Schwere Schlappe für Gewerkschaftsboss

Beim Gewerkschaftstag in Karlsruhe ist die vom Vorstand geplante Verkleinerung der Führungsriege durchgefallen. IG-Metall-Chef Huber, der mit der Reform Doppelstrukturen abbauen wollte, ist blamiert.
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Regina Görner ist die lachende Siegerin - sie könnte im Vorstand der IG Metall bleiben. Gewerkschaftsboss Huber konnte sich nicht durchsetzen. Quelle: dpa

Regina Görner ist die lachende Siegerin - sie könnte im Vorstand der IG Metall bleiben. Gewerkschaftsboss Huber konnte sich nicht durchsetzen.

(Foto: dpa)

Bei der geplanten Verkleinerung des IG-Metall-Vorstands haben der Vorsitzende Berthold Huber und die übrige Führungsspitze eine Schlappe hinnehmen müssen. Auf dem Gewerkschaftstag in Karlsruhe lehnten am Dienstag 166 von anwesenden 471 Delegierten einen Antrag des Vorstandes zur Reduzierung von sieben auf fünf geschäftsführende Vorstandsmitglieder ab. Damit wurde die nötige Zweidrittel-Mehrheit nicht erreicht.

Der Vorstand wollte mit der Verkleinerung des geschäftsführenden Vorstands von sieben auf fünf Mitglieder Strukturen in der Zentrale in Frankfurt am Main verschlanken und Doppelarbeit vermeiden. Der Plan hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, da mit Regina Görner das einzige CDU-Mitglied das Gremium verlassen sollte. Beobachter waren dennoch davon ausgegangen, dass es für eine Mehrheit reichen würde.

Die Niederlage kommt für Huber zur Unzeit: Noch an diesem Nachmittag soll die Wahl des neuen Vorstands folgen, bei der er gemeinsam mit dem Zweiten Vorsitzenden Detlef Wetzel erneut antritt.

Direkt im Anschluss an die Abstimmung sagte Huber: „Das ist zu respektieren und dafür werde ich als überzeugter Demokrat auch immer einstehen.“ Er betonte, dass die Zahl der Vorstände nicht über Wohl oder Wehe der Organisation entscheide: „Gewerkschaftliche Existenzfragen sind andere.“

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