Illegale Einwanderer: Deutschland und Schweiz wollen Flüchtlinge stoppen

Illegale Einwanderer
Deutschland und Schweiz wollen Flüchtlinge stoppen

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat Deutschland ein Problem mit illegaler Einwanderung über die Schweiz. In Kooperation mit den Eidgenossen sollen besonders Züge in Zukunft stärker kontrolliert werden.

BerlinDeutschland und die Schweiz wollen an der gemeinsamen Grenze verstärkt die illegale Einreise von Flüchtlingen und Migranten unterbinden. Beide Länder hätten sich auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Zusammenarbeit in der Grenzregion verständigt, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Donnerstag mit. Vorgesehen sind mehr gemeinsame Streifen im Zugverkehr. Insgesamt solle es mehr grenzüberschreitende Fahndungen und Einsätze geben. Kontrollen sollen auch schon in Zügen stattfinden, die in Richtung Grenze fahren. Zudem soll der Informationsaustausch auf allen Ebenen verbessert werden.

Laut de Maizière wurden an der deutsch-schweizerischen Grenze pro Monat zuletzt etwa 1000 unerlaubte Einreisen festgestellt. „Das sind zu viele“, sagte der CDU-Politiker. Mit dem Aktionsplan solle die „Weiterwanderung“ in Europa und besonders im Grenzgebiet bekämpft werden. Bei der Umsetzung der Maßnahmen werde auch Italien eng eingebunden.

Von Januar bis August hat die Bundespolizei an der Grenze rund 4500 unerlaubte Einreisen von Migranten festgestellt. Einen besonders deutlichen Anstieg gab es in der Zeit von Juni bis August. Die meisten Migranten reisen laut Innenministerium per Zug ein. Schon jetzt gibt es gemeinsame Streifen der Bundespolizei mit dem schweizerischen Grenzwachtkorps. Dadurch hätten von Juni bis September rund 900 unerlaubte Einreisen nach Deutschland verhindert werden können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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