Illegale Preisabsprachen
Kartellamt kassiert halbe Milliarde Euro Bußgelder

Das Bundeskartellamt erhält zunehmend Informationen von Insidern. Das zahlt sich aus: Die Behörde kassiert in den vergangenen beiden Jahren eine halbe Milliarde Euro durch Bußgelder. Die Zahl der Fälle wird hoch bleiben.
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BerlinDas Bundeskartellamt hat in den beiden vergangenen Jahren Bußgelder in Höhe von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro verhängt. Für das Jahr 2011 forderten die Wettbewerbshüter 189,8 Millionen Euro, für das Jahr 2012 waren es 316 Millionen Euro, teilte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, am Mittwoch in Bonn bei der Vorlage des Tätigkeitsberichts seiner Behörde mit. Insgesamt seien 34 verschiedene Kartellvergehen sanktioniert worden.

Wie Mundt erklärte, ist bereits abzusehen, dass die Zahl der aufgedeckten Vergehen auf dem zuletzt erreichten Niveau bleibe. So würden die Kartellwächter über das im vergangenen Jahr eingerichtete anonyme Hinweisgebersystem „zunehmend handfeste Informationen von Insidern“ erhalten. Unter den verhängten Bußgeldern der vergangenen beiden Jahre wurden mit 124,5 Millionen Euro die höchsten gegen die Mitglieder des so genannten Schienenkartells fällig. Hier laufen laut Mundt noch weitere Ermittlungen.

Abgeschlossen werden sollen laut Mundt in diesem Jahr die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen bei den so genannten Fernsehbieren - also Biermarken, die durch Fernsehwerbung allgemein bekannt sind. Dieses Verfahren richtet sich gegen elf Brauereien und einen Verband.

Von den in den Jahren 2011 und 2012 angemeldeten Fusionen in Deutschland kontrollierten die Wettbewerbswächter 2235. Von diesen seien 28 vertieft geprüft worden und in der Folge sechs geplante Fusionen untersagt sowie zwei weitere nur unter Auflagen freigegeben worden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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