Illner-Talk
"Neues Geld in alte Löcher stopfen"

Von Griechenlands Schuldenberg gibt es nicht viel Neues zu erfahren. Entsprechend müde und uninspiriert verlief die Diskussion bei Maybrit Illner. Doch es kam auch der ein oder andere interessante Aspekt zu Tage.
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BerlinGriechenland, immer wieder Griechenland. Schon vor etwas über einem Jahr starrte die Welt alarmiert in Richtung Athen: Die dramatische Verschuldung hatte das Land an den Rand der Staatspleite gebracht. Ein milliardenschweres Hilfsprogramm der EU sollte Abhilfe schaffen. Und jetzt sorgt Hellas schon wieder mit desaströsen Bilanzen für europaweite Aufregung.

Zudem lehnt sich das griechische Volk auch noch gegen den radikalen Sparkurs auf, den ihm ihre Regierung verdonnert hat. Die deutschen Politiker indes haben mehr und mehr Schwierigkeiten, den Steuerzahlern begreiflich zu machen, warum schon wieder Milliarden in Richtung Peloponnes gepumpt werden sollen. Maybrit Illner nahm die Schlagzeilen in dieser Woche zum Anlass, eine Runde von Finanzexperten und Politikern zur Schuldenberatung einzuladen. „Milliardengrab Euro – noch mehr Geld für Griechenland?“, so fragte sie ihre Gäste. 

Doch ausgerechnet dieses kontroverse Thema, das den Volkszorn erheblich schürt, wurde überraschend trocken und leidenschaftslos debattiert. Es gelang der Moderatorin nicht, eine angeregte Diskussion in Gang zu bringen. Statt dessen rührten die Gäste ziemlich uninspiriert in der Konkursmasse herum. Die Sendung verlief damit in etwa so rasant wie ein Refarat in einem Proseminar im Fach Finanzwirtschaft. Das war schade, zumal sich Illners Redaktion alle Mühe gegeben, sachkundige Menschen einzuladen, die das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Doch leider erschien es so, als seien die Gäste des Themas etwas überdrüssig.

Es ist im Grunde ja auch schon so viel dazu gesagt worden. Evangelos Antonaros, griechischer Oppositionspolitiker, hätte für etwas Erdverbundenheit sorgen und anschaulich machen können, was die Misere für die Bewohner des Landes bedeutet. Tatsächlich aber hakte er kurz die Begriffe Gehaltskürzung, Verunsicherung und Arbeitslosigkeit ab und tauchte dann ins innenpolitische Klein-Klein seiner Heimat ein. „Die demonstrieren gegen uns,  alle Politiker“, stammelte er fassungslos.

Äußerst forsch dagegen argumentierte die Finanzjournalistin Silvia Wadhwa.  „Das Problem ist nicht, dass Griechenland seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann“, stellte sie klar, „denn das können wir alle nicht, ob das die Amerikaner sind, die Briten oder wir. Griechenland ist überall.“ Das Problem sei vielmehr, dass die Märkte den Glauben daran verloren hätten, dass Griechenland sich das Geld beschaffen kann, um seine Schulden zu tilgen. Es sind Aussagen wie diese, die deutlich machen, welche Eigendynamik die Finanzwirtschaft mittlerweile entfaltet hat. „Im Moment kann niemand einschätzen, was die Märkte daraus machen“, sagte Wadhwa weiter. Was die Märkte machen. Das klingt nach Mächten, die die Menschheit so unkontrollierbar ihren Launen unterwerfen wie einst die Gottheiten der griechischen Mythologie. Das wirft aber auch die Frage auf, was die Politik überhaupt tun kann, um den Verwerfungen des Geldmarktes gegenzusteuern.

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  • Bedürftig sein und auf die Solidarität anderer pochen, das ist der neue Lebenstrend in Europa.

    Und vor allem weibliche Gutdünker lassen sich damit prima ködern, die wollen doch immer ihr Helfersyndrom ausleben.

    Illner im Fernsehen ? Zum Glück hab ich eine Fernbedienung !! Linkes Widerkäuer-TV, pfui.

  • TMarquart
    Für mich stellt sich die Frage, wie Griechenland die Kredite jemals zurück bezahlen kann. Werden künftig im 6 Monatsrhytmus 50-60 Mrd. Euro nach Griechenland überwiesen ? Wann hat das den ein Ende, denn die Griechen können sich offensichtlich nicht konsolidieren - mit was auch. Jetzt sind sich die Politiken auch noch uneins und zerstreiten auch jede noch so kleine Chance. Sollen den Mrd. Beträge nach Griechenland überwiesen werden, wenn nicht mal die politische Stabilität und Sicherheit gewährleistete ist ? Wer kümmert sich denn bei einer anstehenden politischen Instabilität um den vernünftigen Einsatz der Geldmittel ? Was soll denn dem kleinen Mann in Griechenland noch alles abverlangt werden. Butter kostet jetzt wie man hört € 5,00 - andere lebensnotwendigen Dinge sind auch kaum noch zu bezahlen. Die Wirtschaft lahmt, die Arbeitslosigkeit ist schon hoch und steigt immer mehr. Wie soll denn unter diesen Bedingungen der Binnenmarkt angekurbelt werden ? Für den Export haben die Griechen nicht wirklich interessante Produkte - oder ? Also, wie kann sich Griechenland erholen ? Bleibt Griechenland ein Faß ohne Boden bis zum Nimmerleinstag ? Können sich die noch einigermaßen Gesunden Mitgliedsstaaten den Luxus Griechenland auf Dauer leisten ?

  • TMarquart
    Für mich stellt sich die Frage, wie Griechenland die Kredite jemals zurück bezahlen kann. Werden künftig im 6 Monatsrhytmus 50-60 Mrd. Euro nach Griechenland überwiesen ? Wann hat das den ein Ende, denn die Griechen können sich offensichtlich nicht konsolidieren - mit was auch. Jetzt sind sich die Politiken auch noch uneins und zerstreiten auch jede noch so kleine Chance. Sollen den Mrd. Beträge nach Griechenland überwiesen werden, wenn nicht mal die politische Stabilität und Sicherheit gewährleistete ist ? Wer kümmert sich denn bei einer anstehenden politischen Instabilität um den vernünftigen Einsatz der Geldmittel ? Was soll denn dem kleinen Mann in Griechenland noch alles abverlangt werden. Butter kostet jetzt wie man hört € 5,00 - andere lebensnotwendigen Dinge sind auch kaum noch zu bezahlen. Die Wirtschaft lahmt, die Arbeitslosigkeit ist schon hoch und steigt immer mehr. Wie soll denn unter diesen Bedingungen der Binnenmarkt angekurbelt werden ? Für den Export haben die Griechen nicht wirklich interessante Produkte - oder ? Also, wie kann sich Griechenland erholen ? Bleibt Griechenland ein Faß ohne Boden bis zum Nimmerleinstag ? Können sich die noch einigermaßen Gesunden Mitgliedsstaaten den Luxus Griechenland auf Dauer leisten ?

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