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Peter Ammon: Steinmeiers Mann für die Wirtschaft

Wirtschaftsthemen gelten nicht als klassisches Beschäftigungsfeld für einen deutschen Diplomaten. Aber bei Peter Ammon ist dies anders. Ammon ist nicht nur studierter Mathematiker, Physiker und promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Für Vizekanzler Steinmeier soll er die politischen Auswirkungen der Krise analysieren.

Wirtschaftsthemen gelten gemeinhin nicht als klassisches Beschäftigungsfeld für einen deutschen Diplomaten. Aber bei Peter Ammon ist dies anders. Wenn er nun die Co-Verantwortung für den neuen „Arbeitsstab Wirtschafts- und Finanzkrise“ im Außenministerium übernimmt, kommt er mit vertrauten Themen in Berührung. Ammon ist nicht nur studierter Mathematiker, Physiker und promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Im Grund kreist fast die gesamte Karriere des 57jährigen um ökonomische Themen. Dies ist ein wesentlicher Grund, wieso ihn Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Juli 2008 in die Schlüsselposition eines der drei beamteten Staatssekretäre im „Amt“ beförderte – mit Zuständigkeiten für Wirtschafts-, Rechts- und Kulturfragen.

Nun hat der Vizekanzler den neuen Arbeitsstab beauftragt, die gesamten politischen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu analysieren und Vorschläge für die deutsche Politik zu erarbeiten. Dafür braucht Steinmeier Fachleute mit strategischen Fähigkeiten – Leute wie den undogmatischen Ammon, der Mitte der 90er Jahre den Planungsstab im Bundespräsidialamt geleitet hatte.

Internationale Abstimmungen in ökonomischen Fragen sind ihm aus seiner Zeit als Wirtschaftsgesandter an der Botschaft in Washington und der siebenjährigen Leitung der „D4“, also der Wirtschaftsabteilung im Außenamt, bekannt. Damals war Ammon gleichzeitig G8-Sous-Sherpa für die Vorbereitung des Weltwirtschaftsgipfels und für Firmen Ansprechpartner im Auswärtigen Amt. Die Entsendung als deutscher Botschafter nach Paris war 2007 zwar ein Vertrauensbeweis. Aber wegen seines Profils blieb es bei einem kurzen Ausflug an die Seine. Bereits im Juli 2008 wurde Ammon zurück nach Berlin beordert.

Dort hat er als Staatssekretär nun die höchste Karrierestufe erklommen, die ein beamteter Diplomat normalerweise erreichen kann. Und wie seine Staatssekretärskollegen übernimmt nun auch er einige der immer zahlreicheren wirtschaftsbezogenen Auftritte deutscher Spitzendiplomaten – etwa nächste Woche auf den ersten deutsch-amerikanischen Energietagen.

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