Immobilienmarkt
Ausschuss entscheidet über Reits

In der Diskussion um die Einführung der Immobilien-Aktiengesellschaft (Reit) drückt die Bundesregierung offenbar auf das Tempo. Ein Ausschuss soll bis Ende des Monats die verschiedenen zur Diskussion stehenden Steuermodelle zur Einführung von Reits bewerten und ein Modell vorschlagen. Das sagte Florian Scheurle, Leiter der Steuerabteilung des Bundesfinanzministeriums (BMF) am Rande eines Immobilienkongresses.

ben/rrl BERLIN. Reits (das Kürzel steht für Real Estate Investment Trusts), sind steuerbegünstigte, börsennotierte Immobiliengesellschaften. Ihre Einführung soll den deutschen Immobilienmarkt beleben und es Unternehmen sowie der öffentlichen Hand erlauben, stille Reserven im Besitz von Gebäuden zu heben. Dazu sollen Reits weitgehend steuerbefreit sein und ihren Gewinn fast vollständig als Dividende ausschütten. Diese soll dann beim Anleger besteuert werden.

Das Problem: Anleger im Ausland könnten die Besteuerung unter Nutzung bestimmter Doppelbesteuerungabkommen (DBA) umgehen. Da seit langem zur Vermeidung von Steuerschlupflöchern mehrere steuerrechtliche Reits-Modelle diskutiert werden, verzögerte sich die Reits-Einführung hierzulande mehrfach. Derzeit ist eine Realisierung der Reits-Pläne in Deutschland für Anfang 2007 geplant. Derweil ist man in Großbritannien schon einen Schritt weiter. Dort liegt bereits ein Gesetzesentwurf auf dem Tisch.

In Großbritannien soll das Problem der Besteuerung durch die Einführung einer Beteiligungsobergrenze von zehn Prozent gelöst werden, die die meisten für den Fiskus nachteiligen DBA-Regeln aushebeln. Viele deutsche Experten sind aber der Ansicht, diese auf den ersten Blick einfach Lösung verstoße gegen geltenden EU-Recht.

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