Impfgipfel
Politiker wollen Schweinegrippe an den Kragen

Nach dem Fehlstart bei der Bekämpfung der „neuen Grippe“ wollen Politiker und Gesundheitsfachleute nun an einem Strang ziehen: Ein Impfgipfel bei Bundesgesundheitsminister Philipp Röslier soll die Kakophonie der verschiedenen Informationsstellen beenden und für reibungslose Abläufe sorgen. Gleichzeitig informieren Wissenschaftler über die ersten Erkenntnisse aus den Massenimpfungen.
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HB BERLIN.

Nach dem holprigen Start der Schweinegrippe-Impfaktion wollen Bund und Länder versuchen, die Probleme gemeinsam in den Griff zu bekommen. Am Mittwoch empfängt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler seine Länderkollegen zu einem Impfgipfel in Berlin, wie Röslers Ministerium am Montag auf Anfrage mitteilte. Zur Vorbereitung hatte Rösler mit den Länderkollegen telefoniert. „Das ist eine riesige logistische Angelegenheit, da wird es immer Probleme geben, über die man sprechen muss, um es ein bisschen reibungsloser zu machen“, sagte eine Sprecherin. Die Massenimpfung gegen das neue Virus gilt als eine der größten in der Geschichte der Bundesrepublik.

Bei dem Impfgipfel soll es um den Ablauf der Impfung, die Lieferung des Serums und die Logistik vor Ort gehen. Außerdem sähen die Länder die Notwendigkeit sich abzustimmen, wie man zum Beispiel mit Schulen oder Kindergärten umgehe, in denen viele Schweinegrippefälle aufträten. Bisher sei das Vorgehen sehr unterschiedlich.

Vergangene Woche hatte Rösler erklärt, Ziel der Abstimmung mit den Ländern solle es sein, „für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung zu sorgen“. Den Start der Impfaktion hatte der FDP-Politiker positiv gewertet.

Die Länder hatten jedoch kritisiert, dass sich die Lieferung von Impfstoff zum Teil verzögere. Patienten beklagten Schwierigkeiten, einen Arzt für die Impfung zu finden. Nach den ersten Todesfällen waren Hotlines und Informationsangebote überlastet.

Wer sich jetzt gegen die Schweinegrippe impfen lässt, hat nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) bereits nach einigen Tagen zumindest einen Teilschutz gegen das Virus. Möglicherweise reicht für viele Menschen eine einmalige Impfung, um den vollen Schutz zu erreichen, und nicht wie ursprünglich vorgesehen eine zweite, wie PEI-Sprecherin Susanne Stöcker am Montag der Nachrichtenagentur AP sagte. Mitte November erwartet die Behörde nach ihren Angaben die Ergebnisse weiterer klinischer Tests zu der Frage, ob eine einzige Impfdosis für Jugendliche und Erwachsene ausreichend ist.

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  • @ Lieber3103

    Dieses Problem habe ich schon letzte Woche per mail der Hb-Redaktion mitgeteilt und die gleiche... äh.... intellente Antwort erhalten!
    Das interessiert dort offensichtlich niemanden!
    Man tut dasselbe, wofür ein früherer buKa berühmt wurde:
    Man sitzt es aus!

    MfG

  • @AuerKarl:

    Sie haben vollkommen Recht. ich habe schon eine Protestmail an die Redaktion geschrieben und mir die Rückkehr zum "alten Forum" gewünscht. Man könnte auch sagen, dass ich mich bei der Redaktion "beschwert" habe.

    Die Antwort bekam ich promt, leider nur eine Standardmail mit dem Hinweis, dass angemeldete User ihre beiträge sofort freigeschalten bekomme und das neue Outfit bei den Lesern gut ankommt.

    ich würde jedem empfehlen, der die alten Form des Forums und das alte Outfit des Handelsblattes besser fand der Redaktion seine Meinung mitzuteilen.

    Nicht alles Neue ist fortschrittlich, besser und kommt bei den Lesern/Konsumenten u. Werbekunden auch so an.

    Wer meine Meinung ist, der schreibe auch an die Redaktion: steter Tropfen höhlt den Stein!

  • Die wollen uns doch hier ganz offensichtlich loswerden! Dann soll man doch endlich DAS tun, was hier seit Monaten mit immer mehr verzögerter Freischaltung, Desinteresse und Schikanen vorbereitet wurde! Abschalten!

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