
WASHINGTON. Erst vor wenigen Tagen hat der Chef der Social-Security-Behörde in Washington, Stephen C. Goss, einen unerwarteten Engpass prophezeit. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit habe dazu geführt, dass von den Bürgern früher als erwartet Ansprüche geltend gemacht würden, warnte Goss. Gleichzeitig aber würden die Einnahmen sinken, da wegen der Krise weniger Menschen arbeiteten und damit auch besteuerbare Gehälter wegfielen. Im laufenden Jahr würden deshalb erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, prognostizierte Goss.
Zwar gibt es bei den Renten keine akute Notsituation, da die Reserven mit rund 2,5 Billionen Dollar gut gefüllt sind und nach den letzten Berechnungen bis zum Jahr 2037 reichen sollten. Doch weisen die neuen Fakten auf eine Tendenz hin, die den gesamten Sozialbereich betrifft. Immer schneller stoßen die sozialen Sicherungssysteme an ihre Grenzen – selbst in einem Land wie den Vereinigten Staaten, deren soziales Netz bei weitem nicht so dicht geknüpft ist wie jenes in Europa.
Verantwortlich dafür ist in erster Linie die demografische Entwicklung. Mit dem Eintritt der Baby-Boom-Generation ins Rentenalter steigt die Zahl der Leistungsbezieher. „Im Moment geben die USA rund 4,8 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Rentner, Witwen und Witwer sowie für Empfänger einer Behindertenrente aus“, sagt Professor Christian Weller vom regierungsnahen Center for American Progress (CAP).
„Doch dieser Wert wird in den nächsten 20 Jahren auf sechs Prozent steigen“, sagt der Rentenfachmann. Die Experten hoffen, dass es danach wenigstens bei diesem Niveau bleibt. Doch ist das für die Verantwortlichen nur ein schwacher Trost.
„Nicht nur die Empfänger werden mehr“, sagt Andrew Biggs vom American Enterprise Institute (AEI), einem marktliberalem Think-Tank in Washington. „Mit dem Ausscheiden der Älteren aus dem Berufsleben fehlen gleichzeitig auch diejenigen, die am meisten verdient und Steuern gezahlt haben.“ Beide Effekte zusammen würden automatisch die Kosten nach oben schießen lassen. Biggs sieht die Entwicklung bereits so dramatisch, dass er sich in Sarkasmus flüchtet. „Irgendwann werden die USA ein großer Pensionsplan sein, der eine Armee hat“, unkt der Wissenschaftler.
Zitat: "Die Menschen betrachten sie als legitim erworbene Ansprüche, die ihnen gehören. Deshalb kann man sie kaum reduzieren.“"
Das Problem wird am Ende dadurch gelöst, dass man die Kaufkraft der Ansprüche schwächt. Man druckt einfach Geld. Man kennt das unter dem begriff inflation.
Problem gelöst.
ich denke, daß die USA den richtigen Weg viel früher finden als wir. Das Grundproblem ist nämlich nicht die Frage der Mobilität oder deren Antriebsart. Die Zukunft der Menschheit wird in den Städten entschieden und nicht im Auto. Die Frage wird sein, wie werden wir künftig Leben. Wo wird die Arbeit sein, die wir als individuum brauchen und für eine Familiengründung. Familien brauchen ökonomische Sicherheit und die muß der Staat möglich machen ohne in sie zu sehr hineinzuwirken. bekanntlich ist es so, wenn die Sorgen zur Tür rein kommen, fliegt die Liebe aus dem Fenster raus.
Der Staat soll die Familien nicht alimentieren und auch nicht die Kosten einer autogerechten Stadt nach derzeitigem Muster tragen. Damit hat er sich eindeutig übernommen und richtet mehr Schaden an als sein Haushalt überhaupt ausmacht. Über 300 Mrd. Euro jährlich! So zerstört er das gesamte Staatswesen. Die bankenkrise ist lediglich ein Abklatsch verfehlter Politik und nicht der Städtebaupolitik allein. Man war schon so weit, den Städtebau zu reformieren. Unter Klaus Töpfer wurde in istanbul 1996 die neue Siedlungspolitik der bundesrepublik Deutschland unter dem Credo -Dichte-Mischung-Polyzentralität- vorgestellt. Wirklich aussagekräftig waren aber auch nur 2 Seiten von 125. Die sind aber entscheidend.
Nun, wir leben im Land der Glückseeligen und die fragen nicht nach dem Ursprung. Das unterscheidet uns von der übrigen Welt. Die Chinesen machen es, die Araber auch, der bürgermeister von London will es und die USA denken wie die Araber und Chinesen an völlig neue Städtegründungen. im Mittelpunkt wird aber die Familie mit mindestens zwei Kindern sein.
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@torsten steinberg
Daß ein noch so viel brummender export einzelner staaten die Probleme längerfristig noch verschärft anstatt sie zu lösen, das sollte man anhand der ereignisse der letzten zwei Jahre mehr als deutlich erkennen. als vor anderthalb Jahren der hochgejubelte "Exportmotor" urplötzlich ins stocken geriet, weil das ausland eben über nacht wesentlich weniger bestellte, da mußte Export-Merkel ganz schnell zigmilliarden neue Schulden machen und das geliehene Geld auf die Straße schmeißen, um einen schweren einbruch abzuwenden. Zukünftigen Generationen wird die rechnung zugewiesen von dieser feinen Exportmafia hier. anstatt einmal darüber zu reden, daß beispielsweise die völlig überzogene deutsche beamtenversorgung nie und nimmer so durchgehalten werden kann, wird uns immer wieder eingebleut, mehr zu exportieren. Das modell nutzt in erster Linie aktionären und Unternehmern, nicht dem ganzen volk, und genau deswegen legt merkel und die bildzeitung ja höchsten wert darauf: Der klientel sollen die taschen gefüllt werden, aktionäre sollen den Exporterfolg absahnen. Für das ganze Volk bleiben die Schulden. Für die Arbeitnehmer werden temporär beschäftigungsverhältnisse gesichert, das ist alles. Die arbeitnehmer zahlen den spaß, indem sie auf Leiharbeiter- und geringverdienerstatus gedrückt worden sind. Der gesamte Staat wurde von den Exportfreunden ausgeplündert, das geld an die klientel verteilt, die Folgen davon werden wir sehr bald und massiv zu spüren bekommen. Das haben wir dann vom export: ein staat, der chronisch am bankrott dahinschrammt, genau wie die griechen jetzt schon. Wäre das geld aus dem exportüberschuß dazu verwendet worden, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen, dann wäre es etwas anderes. dies ist aber nicht der Fall, denn das Geld wurde nicht zur sanierung des Haushalts eingesetzt, sondern der Schwarzgelb- oder auch schwarzrot-Klientel zugesteckt und wahlgeschenke damit finanziert. Der jetzige, überzogene Wohlstand von teilen der bevölkerung im westen ist eine illusion, die mit der nächsten rezession zusammensacken wird. Und ganze generationen von ruheständlern werden von ihrer rente bitter enttäuscht sein, da wird auch das Rente-mit-67-diktat nichts daran ändern. da können die momentanen wirtschaftserwartungen so himmelhoch jauchzend sein, wie sie wollen: Es wird abwärtsgehen, zuerst langsam, dann immer schneller. genau so wie wir das in griechenland im moment sehen. Und, zum Jahresende 2010 wird der Export erneut ins stocken geraten, die nächste Rezession wird kommen.
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